Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.
„Bildung trifft Entwicklung“
Metzgplatz 3
86150 Augsburg
Tel.: 0821 / 650 72 936
Mo. - Do. 10:00 - 15:00

Themen Globalen Lernens

 

Unsere Themen ergeben sich aus der Vielfalt der Kompetenzen und Erfahrungen unserer Referent:innen. Beispielhaft werden nachfolgend ein paar genannt, sodass Sie sich ein Bild machen können:

  • Globale Ungleichheit
  • Frieden und Konfliktbearbeitung
  • Umwelt, Ressourcenschutz (Wälder, Böden, Luft, Wasser)
  • Klimawandel und Klimagerechtigkeit
  • Frauen, Gender
  • Gesundheit, HIV/Aids
  • Globale Machtverhältnisse
  • Kritischer Konsum (z.B. Handy, Kleidung),
  • Fairer Handel, Weltwirtschaft, Postwachstum
  • Tourismus, Ökotourismus
  • Städtische Entwicklung
  • Menschenrechte
  • Flucht und Migration
  • Transkulturelles Lernen, Vorurteile, Klischees
  • Religionen, Werte und Normen
  • Alltag und Kinder in anderen Ländern (Kinderrechte, Kinderarbeit, Spiele)
  • Ernährung

Aktuelle Veranstaltungsbeispiele finden Sie hier:

Das Weltverteilungsspiel

Weltverteilungsspiel
Wir leben in einer ungleichen Welt – wissen tun wir das alle, doch wie fühlt sich die
Ungleichverteilung an? Wie können wir die Ungleichverteilung sichtbar(er) machen?
Über das Weltverteilungsspiel können viele verschiedene Dimensionen globaler Ungleichheit
sichtbar und erfahrbar gemacht werden: über die Weltbevölkerung, das Weltbruttosozialprodukt,
den weltweiten CO2 Ausstoß bis hin zu Geflüchtetenbewegungen. Es geht dabei darum, die Welt so zu
erfahren, wie sie ist und dabei ins Nachdenken über die eigene Perspektive und Position zu
kommen.
Spielen lässt sich das Weltspiel über eine große Plane in Präsenz, oder auch online!
Weltspiel spielen:
Gerne können wir Sie bei der Planung und Durchführung von Aktionen rund um das Weltspiel und zu
Globalem Lernen mit Bildungsreferent:innen des Programms „Bildung trifft Entwicklung” und auch
mit weiteren Materialien unterstützen. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit BtE in Bayern auf!

Ausschluss und Armut – Perspektiven auf eine postmigrantische Gesellschaft. 

Postmigrantisch bezeichnet eine Gesellschaft, die sich den sozialen, kulturellen und politischen Veränderungen durch Migration stellt und sich als weltoffene Gesellschaft versteht. Die Referent:innen reflektieren den Anspruch einer postmigrantischen Gesellschaft vor dem Hintergrund ihrer eigenen Migrations- bzw. Fluchtbiografie und überlegen gemeinsam mit denTeilnehmer:innen, welche Strategien und Handlungsmöglichkeiten im Arbeitskontext greifen würden, um Ausschlüsse migrantischer Gruppen zu vermeiden.

 

 

Interkulturelle Kommunikation
Die Teilnehmer:innen lernen anhand einer abwechslungsreichen Einheit mit vielen interaktiven Elementen welchen Einfluss die Kultur auf unsere Sprache, unsere Gestik und Mimik und damit auch das Verstehen innerhalb einer Kommunikation (Sender und Empfänger) hat. Das Empfinden von Normalität ist dabei oft sehr unterschiedlich. Da das so ist, kommt es häufig zu Missverständnissen, die Voruteile bestätigen. Ziel einer interkulturellen Kommunikation ist es, das eigene Empfinden von Normalität zu hinterfragen und zu lernen, dass Menschen unterschiedliche Prägungen mitbringen und dass es bereichernd sein kann, sich mit diesen auch kritisch auseinanderzusetzen.

 

 

Lieferketten - die globalisierte Wirtschaft

In Zeiten der Globalisierung sind internationale Lieferketten nicht selten begleitet von Umweltzerstörung und der Verletzung von Menschenrechten vor Ort. Zugleich müssen Unternehmen, die aus diesen ungleichen Handelsbeziehungen Rohstoffe oder Waren beziehen, oft keine rechtlichen Konsequenzen fürchten. Das im Sommer 2021 in Deutschland verabschiedete Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz soll Abhilfe schaffen - aber tut es das? Die Veranstaltung bespricht das Was, Wer und Warum der Initiative für ein Lieferkettengesetz, diskutiert das nun verabschiedete Gesetz, und zeigt Reaktionen darauf auf. Mithilfe eines Quiz und eines visuellen Exkurses in den Kakaosektor wird die Materie anschaulicher gemacht und auf die Lebensrealität der Kakaoproduzierenden und der Teilnehmenden bezogen.

We feed the world?

Wie können wir alle Menschen satt kriegen? Bis 2050 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich auf 10 Milliarden steigen, Land für Nahrungsmittelproduktion wird immer knapper. Wir müssen neue Wege in der Landwirtschaft und in unserer Lebensweise finden. Denn die Landwirtschaft kann nicht auf unendlich viel Fläche Nahrungsmittel anbauen. Wir haben nur unseren einen Planeten Erde und müssen unsere Ressourcen sinnvoll und nachhaltig verteilen. Wie können wir eine Landwirtschaft betreiben, die uns satt kriegt und gleichzeitig die Umwelt schützt? Was können wir in unserem Alltag tun, um natürliche Ressourcen zu schonen und gerecht zu verteilen?

Klimagerechtigkeit

In dieser Veranstaltung geht es um unterschiedliche Perspektiven auf den Klimawandel. Der Klimawandel kann sehr unterschiedlich bewertet werden, je nachdem, wo wir auf der Welt leben. Wenn wir über den Klimawandel sprechen, ist es daher auch wichtig über Klimagerechtigkeit zu sprechen und darüber nachzudenken, wer in der Verantwortung für die Klimakrise steht und wer darunter zu leiden hat. Es ist auch wesentlich, sich damit auseinanderzusetzen, wem in einem globalen Dialog zugehört wird und wer politisch mitentscheiden kann. Oder anders gesagt, es ist wichtig darüber nachzudenken, welche Verbindungslinien es zwischen der Klimakrise, globaler Ungleichheit und Privilegien gibt. Wenn ich auf den Marshall Inseln leben würde, dann könnte ich die Realität des Klimawandels nicht so einfach ausblenden, wie hier in Bayern. 

Transformatives Lernen

Gesellschaftliche Transformation ist ein Kerngedanke der globalen Nachhaltigkeitsagenda und Voraussetzung für die Verwirklichung der Ziele nachhaltiger Entwicklung. Bildung spielt dabei mit Bezug auf Bewusstseinsbildung und Kompetenzvermittlung eine zentrale Rolle. Das zeigt sich auch in der Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als schulart- und fächerübergreifendes Bildungsziel im LehrplanPLUS.

Transformation bedeutet Veränderung und letztere erfordert ein Umdenken – auch  mit Bezug auf das Verständnis von Bildung. Im Seminar wollen daher erfahren, wie Veränderung erlernt werden und weitergegeben werden kann. Transformatives Lernen steht daher als zentrales Prinzip einer BNE im Mittelpunkt des Seminars.

Gemäß dem Leitbild einer BNE geht es darum, die Lernenden zur aktiven Mitgestaltung der sich stetig wandelnden Gesellschaft zu befähigen. Hierfür spielen Perspektivenwechsel, kritisches Denken/ Reflexionsfähigkeit und politische Handlungsfähigkeit entscheidende Rollen. Transformative Bildung ermöglicht Lernprozesse, die dazu beitragen können die Kluft zwischen Wissen und Handeln zu überwinden und so die politische Handlungsfähigkeit der Lernenden zu stärken. Im Seminar möchten wir transformative Lernprozesse erfahrbar machen und deren Potentiale für das schulische und außerschulische Lernen aufzeigen.

 

Kakaoanbau - Folgen für den Regenwald und die Kleinbauern
Referent Dr. Arno Wielgoss berichtet über die Folgen der Kakaoproduktion und über Alternativen eines ökologisch nachhaltigen Anbausystems. Als Anschauungsmaterial hat er eine Kakaoschote und sonstige Kakaoprukte dabei. Durch Kostproben überzeugt er die TeilnehmerInnen von der Qualität des Edelkakaos.

 

Tanzgespräch: Faire Schritte im Alltag
Referentin Natacha Nyonse Tchowmba Bamy zeigte Schüler:innen sehr lebhaft, welche Bedeutung Tanz für Kameruner:innen hat und wie diese in ihrer Kultur verankert sind. Gleichzeitig wurde den Schüler:innen ein fairer Umgang mit anderen Kulturen im Alltag näher gebracht. Nach einem Aufstellungspiel wurde auch gemeinsam das Afrika Puzzle gepuzzelt, um den großen Kontinent Afrika besser kennenzulernen und zu verstehen, wie vielfältig und unterschiedlich die einzelnen Länder und Kulturen des afrikanischen Kontinents sind.

 

Fluchtgeschichten früher und heute
Der Referent Mohamed Izzo bearbeitet das Thema Flucht in einer Altenbegegnungstätte. Bearbeitet werden die Thematiken Fluchtursachen und Aufenthalt der Flüchtlinge aus vergangener Zeit sowie die derzeitige Situation. Mohamed Izzo berichtet von seiner eigenen Flucht aus Syrien.

Soziale Nachhaltigkeit

Das Gelingen menschlicher Gemeinschaft muss vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen neu evaluiert werden. Wo stehen wir als Menschheit und wie sind wir hierher gekommen? Die Klimakrise, globale Ungleichheit, Gesundheitskrisen und der Verlust der Biodiversität verlangen nach Antworten und Veränderungen.

In diesem Workshop werden sich die Teilnehmenden dem Prinzip der Nachhaltigkeit aus verschiedenen Sichtweisen nähern. Dabei wird vor allem auch der soziale Aspekt der Nachhaltigkeit genauer betrachtet: Was heißt soziale Nachhaltigkeit und welchen wichtigen Beitrag könnte soziale Nachhaltigkeit leisten? Wie hängt soziale Nachhaltigkeit mit unserer Zukunftsverantwortung zusammen?

Diese wichtigen Fragen wollen wir in dem Workshop stellen und dabei auf die Wichtigkeit ganzheitlichen Denkens eingehen. Denn wie schon Alexander von Humboldt sagte: Alles hängt mit allem zusammen.