Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.
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20.4.2022: "#yesEUcan!" - Kampagnenstart für ein europäisches Lieferkettengesetz

Für ein Lieferkettengesetz auf europäischer Ebene: #yesEUcan! Schutz von Menschenrechten und eine nachhaltige globale Entwicklung - zu diesen Zielen hat sich die EU verpflichtet. In Krisenzeiten geraten sie aber immer stärker unter Druck. Dabei sind sie gerade jetzt wichtiger denn je. Für europäische Unternehmen sind Nachhaltigkeit und Menschenrechte in der globalen Lieferkette leider nicht immer selbstverständlich: Kinder in Indien graben in tiefen Löchern nach dem Glimmermineral Mica. Menschen, die unsere Kleidung herstellen, arbeiten oftmals zu Hungerlöhnen. Viele Unternehmen ergreifen keine ausreichenden Maßnahmen, um Menschenrechte und Umwelt in ihren Lieferketten zu schützen. Die bundesweite „Initiative Lieferkettengesetz“ hat daher am 20. April 2022 eine neue Kampagne gestartet: #yesEUcan! Das Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. ist über seinen bundesweiten Dachverband (Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V.) Mitträger der Kampagne. Anders als beim deutschen Lieferkettengesetz soll nun die gesamte Lieferkette überwacht und eine zivilrechtliche Haftung eingeführt werden. Außerdem werden grundsätzlich mehr Unternehmen als in Deutschland erfasst, weil das Gesetz schon für Unternehmen ab 500 Beschäftigte gelten soll, im Risikosektor wie der Textilbranche oder der Rohstoffgewinnung sogar ab 250 (das deutsche Gesetz gilt erst für Unternehmen mit mehr als 3000 Mitarbeitern). Zudem sind Unternehmen verpflichtet, die Klimafolgen ihrer Betriebe zu analysieren und ihre Strategien an den grünen Wandel anzupassen. Petition und Kampagnenmaterial siehe https://lieferkettengesetz.de/mitmachen/

23.2.2022: EU-Kommission veröffentlicht Entwurf für ein europäisches Lieferkettengesetz

Die EU-Kommission hat am 23.2.2022 ihren Entwurf für ein EU-Lieferkettengesetz veröffentlicht. Einen Kommentar von der bundesweiten Initiative Lieferkettengesetz siehe www.lieferkettengesetz.de (-> Presse).

18.2.2021: "Endspurt zum Lieferkettengesetz" - Online-Workshop

Das vom Eine Welt Netzwerk Bayern koordinierte "Bayerische Bündnis zur Initiative Lieferkettengesetz" lud am 18.2.2021 zusammen mit der "Initiative Lieferkettengesetz - Netzwerk Baden-Württemberg" zu einem Online-Workshop für MultiplikatorInnen. Wo stehen wir mit dem Lieferkettengesetz? Und was können wir vor Ort tun, um auf den letzten Metern doch noch ein wirksames Gesetz zu erreichen? Weitere Infos hier.

Unterstützung von bayerischen Bundestagsabgeordneten gesucht!

Das bayerische Bündnis zur Initiative Lieferkettengesetz sucht Unterstützung von den bayerischen VertreterInnen im Deutschen Bundestag. Wer spricht sich für ein Lieferkettengesetz gemäß www.lieferkettengesetz.de aus? Wir sammeln an dieser Stelle von bayerischen Bundestagsabgeordneten unterschriebene Plakate bzw. stellen Fotos der Abgeordneten mit dem von ihnen unterschriebenen Plakat online. Sie erhalten die Plakate für die Aktion beim Eine Welt Netzwerk Bayern e.V., bei Mission EineWelt, beim BUND Naturschutz in Bayern (in München), beim FAIR Handelshaus Bayern, bei den Eine Welt-Stationen in Herrsching, Landshut, Prien und Würzburg.

November 2019: Landesbischof unterstützt "Initiative Lieferkettengesetz"

Das Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. sucht weitere Unterstützung für die am 10. September 2019 gestartete bundesweite "Initiative Lieferkettengesetz". Nun hat auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm für die "Initiative Lieferkettengesetz" unterschrieben. Die Initiative tritt ein für eine Welt, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden - auch in entfernten Staaten. Da Unternehmen ihrer Verantwortung häufig nicht freiwillig nachkommen, fordert das Bündnis einen gesetzlichen Rahmen. 

12. September 2019 - bay. Bündnis zur bundesweiten "Initiative Lieferkettengesetz"

Das Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. ist über die "Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V." Mitträger der am 10. September 2019 gestarteten bundesweiten "Initiative Lieferkettengesetz" und koordiniert Aktivitäten in Bayern. Nun trafen sich u.a. DGB-Bayern, BUND Naturschutz in Bayern e.V., Brot für die Welt, Misereor in Bayern, Mission EineWelt, Campo Limpo und FAIR Handelshaus Bayern eG auf Einladung des Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. - Pressemeldung vom 12.9.2019 hier.

Die Initiative tritt ein für eine Welt, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden - auch in entfernten Staaten. Da Unternehmen ihrer Verantwortung häufig nicht freiwillig nachkommen, fordert das Bündnis einen gesetzlichen Rahmen.

Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung fordert gesetzlichen Rahmen

Dr. Bärbel Kofler MdB (SPD), Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, unterstützt die Forderung nach einem gesetzlichen Rahmen.

Die Einhaltung der Menschenrechte darf für sie grundsätzlich keine Frage von Freiwilligkeit sein. Es versteht sich von selbst, dass die angestrebte Gewinnmaximierung nicht zulasten der Umwelt, Sozial- oder Menschenrechtsstandards gehen darf.