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Themen Globalen Lernens

 

Unsere Themen ergeben sich aus der Vielfalt der Kompetenzen und Erfahrungen unserer Referent:innen.  Die aufgeführten Formate dienen dabei nur als mögliche Beispiele.

Die Veranstaltungen sind flexibel nach Thema, Zielgruppe und Veranstaltungsformat gestaltbar und werden nach Ihren Wünschen angepasst. Außerdem können manche Veranstaltungen in unterschiedlichen Sprachen durchgeführt werden. Sprechen Sie uns diesbezüglich an.

Bitte beachten Sie außerdem, dass nicht alle Workshops in allen Regionen buchbar sind. 

Eine Veranstaltungslänge von mindestens 90 Minuten ist in jedem Fall zu empfehlen.

 

Wichtiger Hinweis: Bei Problemen mit der Darstellung die Seite bitte neu laden!

 

Afrika ist kein Land. Der riesige Kontinent ist mit seinen 54 Ländern unheimlich divers und die gängigen Geschichten von Hunger und Armut werden diesem schönen Fleck Erde und den vielen Menschen, die dort leben, einfach nicht gerecht. Wir wollen gemeinsam neue Geschichten über Afrika erarbeiten, um aus der „single story“ über diesen Kontinent auszubrechen. Zunächst wollen wir unsere Stereotype erkennen und hinterfragen und dann eine neue Perspektive auf Afrika erarbeiten. Anhand von Geschichten von verschiedenen Personen aus verschiedenen Ländern wollen wir unsere Stereotype hinter uns lassen und die Diversität des Kontinents greifbar machen. Der Themenauswahl sind in dem Bezug keine Grenzen gesetzt: von kontemporärer Musik und Literatur über Umwelt- und Klimaaktivismus, Start-ups und Innovationen bis hin zu Ubuntu-Philosophie und der Sprachenvielfalt, es gibt sehr viel zu entdecken!

Lernziele:                   

  • Die Vielfalt des afrikanischen Kontinents kennenlernen
  • Eigene Stereotype in Bezug auf Afrika erkennen und hinter sich lassen
  • Projektarbeit zu verschiedenen Themen, die positive Geschichten aus verschiedenen afrikanischen Ländern erzählen

Zielgruppe: Mittelstufe, Oberstufe, Auszubildende, Studierende, Erwachsenenbildung

Vorstellung des Landes und persönlicher Einblick in das Leben in einem kleinen Fischer- und Surferdorf. Doch dies ist nur eine Perspektive, welche anderen Lebenswelten gibt es noch? Welche Parallelen können wir zu dem Alltag in Deutschland ziehen und wie sieht es mit der Dualität zwischen Stadt und Land aus? Und wird das berühmte Lebensmotto des „Pura Vida“ (reines Leben) wirklich gelebt bzw. wie/wo findet es sich im Alltag wieder?

Lernziele: Einblicke in das Alltagsleben, Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensrealität, neue Perspektiven einzunehmen

Zielgruppe:  Weiterführende Schulen, Erwachsenenbildung 

Referent:in: Lucie Eisenmayer

Beschreibung:

Die Republik Niger liegt inmitten des Sahelgürtels. Die Vereinten Nationen haben dieses Land in der Weltrangliste als das ärmste von 189 Staaten eingestuft.  Die Mehrheit der Bevölkerung ist arm, jedoch sind die Völker dieses Landes sehr reich. Reich an Würde geprägt durch einen erhabenen Stolz und durch einen gottgefälligen Glauben. Die Reise ist sehr abwechslungsreich und vielschichtig. Wir wandern durch Geschichte, Geographie, Natur, Wirtschaft, Entwicklung bis zur Gegenwart. Schauen auf Gesellschaften mit ihren Traditionen und kulturellen Besonderheiten.

Ziel:  Zusammenhänge zwischen den SDG und den jeweiligen Aspekten eines Landes erarbeiten, erkennen und verstehen. Vergleich Niger – Deutschland anhand von Armut und Klimaveränderung.

Methoden: Sensibilisierung in Richtung interkulturelle Kommunikation, Perspektivenwechsel durch Einzel- und Gruppenarbeit, Kurzvortrag

Referentin: Nina Heinz

Dieses Modul kann auch auf Französisch angeboten werden. 

Niger rangiert seit Jahren meist auf dem letzten Platz im Human Development Report. Die Landesoberfläche ist größtenteils geprägt durch Wüste und Halbwüste; seine landwirtschaftlich nutzbare Fläche ist absolut begrenzt! Diese ist zum größten Teil nur mit mobiler Tierhaltung nutzbar, da es im überwiegenden Teil des Landes wenig regnet. Niger ist DAS Transitland, durch welches die meisten Flüchtlinge/Migrant:innen auf dem Weg nach Europa reisen und oft auch dort hängen bleiben. Das führt zur Zunahme des Banditentums, welches neben dem Terrorismus in der Region (Boko Haram, al Quaida, IS) zu großen Unsicherheiten bei der einheimischen Bevölkerung führt und den aufkeimenden Tourismus um die Jahrtausendwende gänzlich zum Erliegen kommen ließ. Niger ist zudem bekannt durch sein extremes Bevölkerungswachstum, den großer Uran-Reichtum; Wenig bekannt ist, dass Migrant:innen-Rate von Nigrer:innen nach Europa sehr gering ist.

Lernziele: Vielseitige Kenntnisse über einen wenig bekannten Staat mit markanten Daten; Einordnen und Verstehen von Zusammenhängen (regional, über-regional); Analyse von Ursachen und Wirkungen

Zielgruppe: Schule: Mittelstufe und Oberstufe; Erwachsene

Referent:in: Dr. Aarann Bartelsmeier

Die Teilnehmer:innen werden sich über verschiedene Wohnformen den unterschiedlichen Lebens- und auch Wirtschaftsweisen einiger Länder nähern. Dabei werden sie durch das Kennenlernen unterschiedlicher natürlicher Gegebenheiten die Vorzüge und Nachteile, vor allem aber die Angepasstheit von Lebens-, Wirtschafts- und Wohnformen zu differenzieren lernen. Es werden Beispiele aus verschiedenen Ländern herangezogen und Vergleiche angestellt; ausgehend von den Erfahrungen und Lebenswelten der Teilnehmer:innen und den Beispielen aus unterschiedlichen Kontexten seitens des Referenten wird das Thema bearbeitet. Die Komplexität der Herangehensweise und Bearbeitung des Themas ist von der Altersgruppe abhängig.

Lernziele: Wissen um die Zusammenhänge von Wirtschafts- und Lebensweise und daraus resultierende Wohnformen

Zielgruppe: Schule: Grundschule, Mittelstufe und Oberstufe; Erwachsene

Referent:in: Dr. Aarann Bartelsmeier

Beschreibung: Bei Reichtum denken viele Menschen an „viel Geld auf dem Konto haben“. Dabei ist jeder Mensch an sich unfassbar reich an unglaublich Vielem: Reich an Hilfsbereitschaft, Glücklich-Sein, freundschaftlicher Unterstützung, Kraft und so weiter. Auch wenn wir von finanziellem Reichtum sprechen, gibt es ganz unterschiedliche Bemessungsmöglichkeiten – ist ein Mensch ab Hunderttausend, 10 Millionen oder 1 Milliarde Euro „so richtig reich“? Wie ist es mit einem Staat? Und inwiefern greift man zu kurz, wenn man das an einer einzigen Zahl festmachen will?

Heutzutage gibt es viele Forschungen zu Armut – erstaunlicher Weise aber deutlich weniger zu Reichtum. Dabei sind finanzieller Reichtum und finanzielle Armut stark miteinander verknüpft und bedingen sich gegenseitig. Im Seminar besprechen wir, was Reichtum für dich und die anderen Teilnehmenden überhaupt bedeutet. Es geht außerdem darum, welchen Einfluss Reichtum auf die Gesellschaft in Deutschland hat. Davon ausgehend wird diskutiert und evaluiert, wie Reichtum auf der Welt verteilt ist.

Lernziele: Im Workshop nähern wir uns den Antwortmöglichkeiten auf folgende Fragen an:

  • Was hat Reichtum mit deinem alltäglichen Leben zu tun?
  • Wie hängen finanzieller Reichtum und Armut in Deutschland zusammen?
  • Wie ist Reichtum auf der Welt verteilt?
  • Was hat Reichtum sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt?
  • Was hat Reichtum in Deutschland mit Reichtum in anderen Ländern zu tun?
  • Welche Möglichkeiten gibt es (und welche werden bereits angewandt), um Reichtum in Deutschland und weltweit umzuverteilen?

Zielgruppe: Schüler:innen ab Klasse 10, junge Erwachsene ab ca. 16 Jahren

Themenbereiche: Reichtum, Armut, Umverteilung, Finanzielle Gerechtigkeit              

Referent:in: Daniela Zumbil

Workshopbeschreibung:

In diesem interaktiven Workshop werden wir uns mit dem Konzept „Reichtum“ auseinandersetzen. Geld ist meist die erste Dimension von Reichtum, die uns in den Sinn kommt. Deshalb werden wir uns zunächst einen Überblick über die Verteilung von materiellem Reichtum auf der Welt verschaffen. Dabei soll deutlich werden, dass Reichtum zwar im globalen Norden konzentriert ist, aber auch innerhalb vermeintlich armer Länder Reichtum existiert – ebenso, wie es in vermeintlich reichen Ländern Armut gibt. 

Anschließend wird der Reichtumsbegriff erweitert: Hat Reichtum auch Schattenseiten? Gibt es Dinge, die auch mit allem Geld der Welt nicht käuflich sind? Woran kann man noch reich sein, außer an Geld? Wie sind diese Dinge global verteilt?

Lernziele: 

  • Die Schüler:innen erkennen, dass materieller Wohlstand in unserer Welt sehr ungleich verteilt ist (und dass wir als Bürger:innen des globalen Nordens in der Regel relativ reich sind)
  • Die Schüler:innen beschäftigen sich mit alternativen Definitionen von Reichtum

Zielgruppe: 

Schüler:innen der 5. bis 7. Klasse, jeder Schulform

Zeitrahmen: 

mindestens 1,5 Stunden

Referent: Felix Bornheim

Warum sind wir Menschen auf Biene & Co angewiesen und wie würde unser Frühstückstisch aussehen, wenn es keine Insekten geben würde. Wir schauen uns an, wie und wo die Nahrungsmittel produziert werden, die ein richtig leckeres und gesundes Frühstück ausmachen. Und dabei stellen wir fest, dass wir sowohl bei der Produktion von Lebensmitteln aus der eigenen Region als auch aus ganz Deutschland und Europa und auch aus Ländern im Globalen Süden auf bestäubende Insekten angewiesen sind.

Der Workshop enthält ein gemeinsames Frühstück. Danach beleuchten wir Gefahren für Bienen und was jede:r von uns für Bienen und andere Bestäuber tun kann.

Materialkosten: Bei diesem Workshop fallen Materialkosten in Höhe von 5 bis 10 Euro pro Person an (abhängig von der Größe der Gruppe). Dieser Kostenbeitrag ist direkt an die Referentin zu bezahlen.

Lernziele: Vermittlung eines vertieften Verständnisses für die Zusammenhänge zwischen Bienen, Menschen und der Natur; Förderung des Interesses an der Natur und somit an der Naturverbundenheit; Ausweitung der Handlungskompetenz bezüglich Bienen- und Insektenschutz.

Zielgruppe: Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und außerschulische Lernorte, auch für Erwachsene

Referentin: Ann Lorschiedter

Das Insektensterben wirkt sich unmittelbar auf die Biodiversität und den Artenschutz aus und hat damit auch Folgen für uns Menschen: Denn wo Bestäubung nicht funktioniert, da steht auch unsere Ernährungssicherheit auf dem Spiel. Jede*r von uns kann etwas für den Schutz von Bienen tun – z.B. indem wir für bestäubende Insekten die passende Nahrung anbieten. Dafür stellen wir Blühpapier aus Zeitungen und Blumensamen her, das in einer selbst gestalteten Grußkarte aus Graspapier oder aus recycelten Kaffeebechern nicht nur Insekten Freude bereiten wird!

Materialkosten: Bei diesem Workshop fallen Materialkosten in Höhe von 3 Euro pro Person an. Dieser Kostenbeitrag ist während der Veranstaltung bei der Referentin abzugeben.

Lernziele: Beschäftigung mit der Problematik des Insektensterbens und mit den eigenen Möglichkeiten, etwas für den Schutz von Insekten zu tun

Zielgruppe: Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und außerschulische Lernorte, auch für Erwachsene

Referentin: Ann Lorschiedter

Was ist eigentlich ein Insekt? Was gäbe es noch zu frühstücken, wenn es keine bestäubenden Insekten mehr gäbe? Diesen und vielen weiteren Fragen widmen wir uns mit zahlreichen Spielen. Bei passendem Wetter und  passender Jahreszeit werden in verschiedenen Biotopen einzelne Insekten gefangen und bestaunt - und daraus Schlüsse für den Schutz von Insekten gezogen. Je nach Alter und Wissbegierde der Kinder geht der Workshop mal mehr, mal weniger ins Detail. Zeitdauer: mindestens 2,5 Stunden.

Empfehlenswert ist ein zweitägiger Workshop mit einer Klasse, bei dem man an dem einen Tag die Biodiversität im Regenwald und an dem anderen Tag die lokale Insektendiversität betrachten kann.

Zielgruppe: Kinder ab 5 bis etwa 11 Jahren 

Referent:in: Kira Kniffka

Was hat unser Alltag mit dem (südamerikanischen) Regenwald zu tun? Die Teilnehmer:innen erarbeiten zunächst diverse Inhalte zum Schutz und zur Abholzung, bevor sie sich gegenseitig auf kreative Art und Weise präsentieren, wie man sich engagieren kann. Die Materialien, mit denen gearbeitet wird, gibt es sowohl in komplexerer als auch in leichterer Ausführung. Zeitdauer beträgt etwa 3 Schulstunden.  

Zielgruppe: 3. und 4. Klasse bis hin zur Oberstufe/ junge Erwachsene

Referent:in: Kira Kniffka

Wildbienen sind vielen Bedrohungen ausgesetzt: Von den ungefähr 600 Wildbienenarten in Deutschland steht über die Hälfte auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Mehr als 30 Arten sind sogar vom Aussterben bedroht. Gleichzeitig sind wir darauf angewiesen, dass sie und andere Insekten unsere Kulturpflanzen bestäuben. Daher wird es immer wichtiger, dass wir Insekten wirksam schützen. Eine Möglichkeit dafür ist, geeignete Nistplätze für Wildbienen zu schaffen. In dem Workshop stellen alle Teilnehmenden eine eigene Nisthilfe her und sie erfahren darüber hinaus, was man sonst noch für Wildbienen machen kann, um sie zu schützen.

Materialkosten: Bei diesem Workshop fallen Materialkosten in Höhe von 10 bis 14 Euro pro Person an (abhängig von dem verwendeten Material). Dieser Kostenbeitrag ist während der Veranstaltung bei der Referentin abzugeben.

Lernziele: Erkennen der Bedeutung von Insekten für uns Menschen und der damit zusammenhängenden Notwendigkeit, Insekten zu schützen. Die Teilnehmenden erfahren, was sie selber für den Schutz von Insekten machen können.

Zielgruppe: Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und außerschulische Lernorte, auch für Erwachsene

Referentin: Ann Lorschiedter

Woher kommt die Idee der Entwicklung, was geht mit dieser Idee einher und woran wird die sogenannte „Entwicklung“ eigentlich gemessen? Ist es vor dem Hintergrund der Konnotation des Begriffs eigentlich gut, „entwickelter“ zu sein oder ist es Zeit für einen Paradigmenwechsel? Ein solcher Paradigmenwechsel wird am Bespiel von Costa Rica diskutiert. Aufbauend auf persönlicher Erfahrung soll ein Einblick gegeben werden in das „Pura Vida“ – das pure Leben und anhand von Beispielen soll dargestellt werden, wie sich diese Lebenseinstellung auf die Lebensqualität und die Entwicklung des Landes auswirkt.

Lernziele: Erläuterung der Entstehung und der Geschichte des Entwicklungsbegriffs, Kritische Reflexion und Hinterfragung der Definition von Entwicklung, Betrachtung des Entwicklungsbegriffs im Rahmen der Agenda 2030 und der SDGs, Einblick in das Leben in Costa Rica, Perspektivenwechsel und Alternativen (u.a. auch Vorstellung des Konzepts „Buen Vivir“)

Zielgruppe:  Gymnasium, Erwachsenenbildung

Referent:in: Lucie Eisenmayer

Mario Dietrich ist Dipl.-Ing. (FH) Gartenbau und leitet die Abteilung Stadtservice bei den Stadtwerken Pfaffenhofen. 2004 war er im Bereich Abfallwirtschaft und Landwirtschaft für den DED auf den Philippinen. Seither bereist er die Philippinen jährlich. Er unterstützt dort Selbsthilfegruppen und vertreibt weltweit fair-gehandelte philippinische Handwerksprodukte. 2008 gründete er den Verein ‚Maninoy Patenschaft Philippinen‘ (www.maninoy.de), der sich für eine nachhaltige und ökologische Entwicklung auf den Philippinen einsetzt.

Lernziele: Sensibilisierung für Länder des globalen Südens. Dazu gehören nicht nur die Probleme, sondern auch die Kultur, Natur und Lebensweise

Zielgruppe: keine spezifische Zielgruppe

Referent:in: Mario Dietrich

Oft fühlen sich junge Menschen ungehört, nicht verstanden oder zu wenig berücksichtigt. Durch die Tipps und Tricks des Projektmanagements wird ihnen auf spielerische Art und Weise beigebracht, wie sie selbst eigene Projekte aufbauen können. Die Lernenden entwicklen erste Vorstellungen oder setzen bestehende Ideen fort und machen sich mit dem strukturierten Planen und Organisieren von Aktionen oder Projekten vertraut. 

Lernziele: Suchen und Finden eigener Projektideen, Kennenlernen verschiedener Ansätze zum Projektmanagement           

Zielgruppe:  Schüler:innen und Schüler weiterführenden Schulen, außerschulische Lernorte      

Referent:in: Magnus Meier

Viele Menschen, die nach einem längeren Auslandsaufenthalt nach Hause zurückkehren, sehen sich plötzlich mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert:

1. Das Zuhause hat sich verändert.
2. Man selbst hat sich verändert.
3. Man hat sich in eine neue Kultur eingelebt – und musst sich nun wieder in die alte Kultur einleben.

Diese Herausforderung des Zurückkommens wird als „Reverse Culture Shock“, also als umgedrehter Kulturschock bezeichnet. Mit dieser Thematik setzen wir uns auseinander. 

Lernziele: Äußerung von „Reverse Culture Shock“, eigene Emotionen sowie die der Anderen erkennen/bewusst werden und Umgang mit diesen Emotionen erlernen, dem Gefühl des Alleinseins auf die Spur gehen, Verarbeitung eigener Lernerfahrungen und Entwicklung von Handlungsoptionen, Strategien des Ankommens, Strategien die Verbindung zum Einsatzland aufrechtzuerhalten, Integration der Erfahrungen in das zukünftige Leben

Zielgruppe: RückkehrerInnen von Austauschprogrammen wie z. B. „weltwärts“ etc. oder von längeren Auslandsaufenthalten.

Referent:in: Lucie Eisenmayer

Neben dem Wasser ist die Nahrung die wichtigste Lebensgrundlage der menschlichen Existenzsicherung. Wie unterschiedliche Nahrungsmittel und deren Verwendung und Zubereitung von den klimatischen und kulturellen Bedingungen und Umständen abhängt, wird in der Veranstaltung herausgearbeitet. Analysiert wird anhand ausgewählter Nahrungsmittel, wie es sich mit ihrer geografischen Verteilung verhält und warum manche Lebensmittel nur eine regionale Nutzung erfahren. Es wird diskutiert, welches angepasste Nahrungsmittel sind. Es werden unterschiedliche Speisen zubereitet.

Lernziele: Wissen um die Wertigkeit und Angepasstheit ausgewählter Nahrungsmittel, erhöhte Sensibilität im täglichen Umgang mit Lebensmitteln, Wissen um die Bedeutung von Nahrungsknappheit und Überproduktion        

Zielgruppe: Schulen: Grundschule, Mittelstufe und Oberstufe; Erwachsene

Referent:in: Dr. Bartelsmeier Aarann

Nahrung ist ein Menschenrecht - und wir haben sie im Überfluss. Oft denken wir kaum darüber nach, wie wir mit Lebensmitteln umgehen, doch die Folgen unseres Konsums betreffen die ganze Welt. „Hunger entsteht nicht durch einen Mangel an Nahrung, sondern durch Ungleichheiten in der Verteilung der verfügbaren Nahrung“, sagt Nobelpreisträger Amartya Sen. Auch die Auswirkungen auf unsere Umwelt sind gravierend: „Ich finde es merkwürdig, dass die Verschwendung von Lebensmitteln kein Tabu ist. Es ist eine der letzten Umweltsünden, mit denen man einfach so davonkommen kann“, sagt der Journalist und Autor Jonathan Bloom. Die globalen Auswirkungen der Lebensmittelverschwendung sind alarmierend: Wir müssen handeln! In diesem Workshop wollen wir uns damit beschäftigen, wie Lebensmittelabfälle in Deutschland entstehen, welche globalen Folgen sie haben und was wir in Zukunft dagegen tun können.

Lernziele: Das Hauptziel dieses Workshops ist es, das Bewusstsein der Teilnehmenden für Lebensmittelverschwendung und deren Auswirkungen zu schärfen. Der Workshop gliedert sich in drei Phasen: 1. Verstehen, was Lebensmittelverschwendung ist, 2. Verstehen, warum wir handeln müssen, 3. Verstehen, wie wir handeln können.

Zielgruppe:  Schulklassen, Jugendgruppen

Referent:in: Rebecca Bieling

Fast ein Drittel des Nahrungsmittelverbrauchs landet in der Tonne. Lebensmittelverschwendung bedeutet damit auch gleichzeitig eine Ressourcenverschwendung enormen Ausmaßes. In diesem Bildungsmodul nehmen wir die Gründe für Lebensmittelverschwendung und -verluste näher unter die Lupe und schauen uns die globalen Auswirkungen an, die ein verschwenderischer Umgang mit Lebensmittel hat. Was haben wir damit zu tun und was kann jede/r Einzelne von uns daran ändern?

Lernziele: Bewusstwerden des Ausmaßes der Lebensmittelverschwendung, den Haupt-ursachen und den globalen Auswirkungen; Identifizieren von eigenen Handlungsmöglichkeiten

Zielgruppe: Kita Personal, Lehrkräfte, Jahrgangsstufe 7-10

Referent:in: Anke Camphausen

Wusstest du, dass man aus Brennnesseln Salat machen kann? Und aus Bucheckern und Eicheln Brot werden kann? Und das man Sauerklee im Saft trinken kann? Oder, dass das Kauen junger Tannennadel-Spitzen wie Zähneputzen wirkt? Der Klimawandel nimmt bedrohliche Ausmaße an und eine Ernährung aus lokalen Ressourcen bietet eine CO2-arme Alternative zur Banane und co. Zusammen entdecken wir die Vielfalt unserer lokalen Produkte, sowie traditionelle und neue, kreative Weisen, sie zuzubereiten!

Lernziele: Gesunde, bewusste Ernährung, Regional Bewusstsein, Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit

Zielgruppe: alle Schularten, Multiplikator:innen

Referent:in: Lynne Beal 

Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, macht einen Unterschied und trägt dazu bei, dass wir uns mehr oder weniger nachhaltig verhalten. Das Interesse an Ernährung und Lebensmitteln ist groß und elementar: "Was ist das, was ich da esse?", "Woraus besteht Käse?", "Woher kommt die Schokolade?", "Woher kommen eigentlich unsere Erdbeeren im Winter?" "Welches Essen hält mich gesund?" Die Fragen liegen damit auf dem Tisch und können nicht mehr aufgeschoben werden.

Lernziele: Einblick in die vielfältigen Aspekte und Dimensionen nachhaltiger Ernährung (Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur) unter einem systemischen Blick, um die Zusammenhänge zwischen unserer Ernährung und den lokalen /globalen Auswirkungen zu erkennen.

Zielgruppe: Kita Personal, Lehrkräfte, Multiplikator:innen: Kita, Schule, Hort, Eine-Welt Organisationen,  Vereine.

Referent:in: Anastasia Gasó Ausina (gern auch auf Spanisch)

Die Anzahl der Menschen, die an Epidemien wie Krebs oder Diabetes leiden, nimmt immer weiter zu. Währenddessen werden weiter Wälder abgeholzt, um mehr Futterfläche für sogenannte Nutztiere zur Verfügung zu stellen. Zum ersten Mal in unserer Geschichte sterben mehr Menschen an den Folgen von Übergewicht als von Hunger. Im Alltagsdialog gibt es einige Ernährungsmythen, mit denen dieser Workshop aufräumen möchte. Welche Vorteile eine nachhaltige Ernährungsweise für die eigene physische und psychische Gesundheit, die soziale Gerechtigkeit weltweit und den Planeten mit sich bringt, wird in diesem Workshop aufgezeigt.

Lernziele: Das Ziel ist es, mehr Klarheit über Fakten bezüglich Ernährung und deren Konsequenzen aufzuzeigen. Der Workshop soll dazu ermutigen, lokal und regional, als auch tierfrei zu essen, um so die ökologischen Folgen der menschlichen Misswirtschaft des letzten Jahrhunderts zu bremsen.           

Zielgruppe: Oberstufenschüler:innen, pädagogische Fachkräfte (bspw. Kita)

Refent:in: Kevin Brown

Milch ist das Basis-Lebensmittel von Menschen und Säugetieren. Nur: In den Medien wird dieser „Urstoff des Lebens“ mittlerweile in erster Linie negativ dargestellt. Jedoch enthält kein anderes Lebensmittel so viele wertvolle Inhaltsstoffe: Mineralien, Spurenelemente, Vitamine. Der Großteil der traditionellen (Milch-)Tierhaltung ist als Wandertierhaltung gekoppelt an Extremstandorte, an welchen die exzellent angepassten Fähigkeiten des besonderen Verdauungssystems von Wiederkäuern (und Pferden) genutzt werden kann, um magerstes Futter zu einem Produkt umzubauen.

Lernziele: Grundlagenwissen zu Milch weltweit; Kenntnis der Zusammensetzung und Inhaltsstoffe der Milch; erweitertes Wissen zu Milcharten und Milchqualität (vom Euter, aus dem Tetrapack) und Milchverarbeitung; Verstehen der interkulturellen Bedeutung von Milch, Milchtierhaltung; geografische Kenntnisse zur (mobilen) Tierhaltung;       

Zielgruppe: Kindergarten, Schule: Grundschule, Mittelstufe und Oberstufe; Erwachsene

Referent:in: Dr. Bartelsmeier Aarann

Anhand von konkreten Beispielen und vielen Bildern sollen die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Produzentenländern hautnah erfahren werden. Es wird auf die ökologische Brisanz unterschiedlicher landwirtschaftlicher Anbaumethoden eingegangen. Über ein Planspiel mit Rollenverteilung werden die Strukturen des konventionellen und fairen Handels miteinander verglichen und kritisch beurteilt. Dabei wird die Kakaowertschöpfungskette von der Bohne bis zur Tafel mit Anschauungsmaterial und Verkostung vorgestellt.

Lernziele: Lebens- und Arbeitsbedingungen in landwirtschaftlichen Regionen von Ländern des Globalen Südens mit besonderem Augenmerk auf ökologische, globale Zusammenhänge und Einflüsse von Warenwirtschaft

Zielgruppe: Schüler:innen der 8 -11. Klasse, jeder Schulform

Referent:in: Dr. Arno Wielgoss

Workshopbeschreibung:

In dem Workshop beschäftigen wir uns mit der Schnittstelle Fairer Handel und Klimagerechtigkeit. Dabei werden wir neugierig und kritisch erkunden, wie der Konsum Fairer Produkte dem Klimawandel und globalen Ungleichheiten begegnet. Exemplarisch blicken wir auf die Kaffeeproduktion in Uganda und ihre Versprechungen in Bezug auf Klima- und soziale Gerechtigkeit.

Lernziele: 

  • Grundprinzipien des Fairen Handels (z. B. Mindestpreise, Prämien, langfristige Handelsbeziehungen) und deren Bezug zu Klimagerechtigkeit
  • Ökologische und soziale Auswirkungen des Kaffee-Handels am Beispiel der Kaffeeproduktion in Uganda
  • Kritische Bewertung, inwiefern der Konsum fair gehandelter Produkte einen Beitrag zu Klimaschutz und globaler Gerechtigkeit leisten kann

Zielgruppe:  Ab 8. Klasse, Englischkenntnisse werde vorausgesetzt

Form:  Interaktiver Workshop mit Videomaterial 

Zeitrahmen:  90 Minuten

Referentin: Katharina Jung

Handarbeit im Sinne von Herstellen von Alltagsprodukten wie Kleidung ist für viele Frauen in Ländern des Globalen Südens eine Einkommensquelle. Doch bekommen sie einen fairen Lohn, der ihrem Arbeitseinsatz und einem würdigen Leben in ihrem Land gerecht wird? Diese Frage wird in dem Workshop exemplarisch anhand von Fotos und Informationen zum Strickprojektes Wipalla in La Paz, Bolivien erarbeitet.

Lernziele: Hinterfragen/Information zu fairem Handel/Fair-Trade Siegel, Reflektion über das eigene Kaufverhalten

Zielgruppe: Schüler:innen der Mittel- und Realschule, Gymnasium/FOS/BOS und Berufsschule ab 12 Jahre, andere Gruppen/Vereine

Referent:in: Monika Stöckl

Honig aus Mexico? Warum das denn? Diese und viele weitere Fragen können in dem Workshop rund um Fairen Honig und die Biene beantwortet werden. Außerdem geht es dabei um Artenvielfalt, darum, was jede*r von uns für die Bienen tun kann und warum Bienen überhaupt für uns so wichtig sind. Zum Abschluss gibt es eine süße Verkostung mit Honig – dabei kann geraten werden, welche Honige aus dem Fairen Handel kommen und welche in Deutschland hergestellt wurden.

Lernziele: Kenntnisse über die Bedeutung der Biene für unsere Ernährungssicherheit, Bewusstseinsschärfung für Konsumverhalten, die Macht von Verbraucher:innen am Beispiel Honig, Qualität von Lebensmitteln („gepaschter“ Honig), Lebens- und Produktionsbedingungen im Globalen Süden am Beispiel Honig, alternative Bezugsquelle von Honig aus dem Fairen Handel zur Stärkung von Kleinbäuer:innen im Globalen Süden

Zielgruppe: Alle an Honig interessierten Menschen ab 6 Jahren

Referent:in: Ann Lorschiedter

Referent Dr. Arno Wielgoss berichtet über die Folgen der Kakaoproduktion und über Alternativen eines ökologisch nachhaltigen Anbausystems. Als Anschauungsmaterial hat er eine Kakaoschote und sonstige Kakaoprodukte dabei. Durch Kostproben überzeugt er die Teilnehmer:innen von der Qualität des Edelkakaos.

In Zeiten der Globalisierung sind internationale Lieferketten nicht selten begleitet von Umweltzerstörung und der Verletzung von Menschenrechten vor Ort. Zugleich müssen Unternehmen, die aus diesen ungleichen Handelsbeziehungen Rohstoffe oder Waren beziehen, oft keine rechtlichen Konsequenzen fürchten. Das im Sommer 2021 in Deutschland verabschiedete Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz soll Abhilfe schaffen - aber tut es das? Die Veranstaltung bespricht das Was, Wer und Warum der Initiative für ein Lieferkettengesetz, diskutiert das nun verabschiedete Gesetz, und zeigt Reaktionen darauf auf. Mithilfe eines Quiz und eines visuellen Exkurses in den Kakaosektor wird die Materie anschaulicher gemacht und auf die Lebensrealität der Kakaoproduzierenden und der Teilnehmenden bezogen. Diese Veranstaltung wird ausschließlich im Onlineformat durchgeführt.

Lernziele: Nach der Veranstaltung haben die Teilnehmenden Wissen zur Initiative Lieferkettengesetz im Hinblick auf das Bündnis und seine Forderungen, den aktuellen Stand der politischen Diskussion sowie Möglichkeiten, sich einzubringen. Die Teilnehmenden werden gleichfalls anhand des Kakaosektors in die Realität ungleicher globaler Handelsbeziehungen eingeführt.

Zielgruppe: Erwachsene, Multiplikator:innen, Lehrkräfte

Referent:in: Dr. Judith Kraus

Ghana ist das zweitgrößte Kakaoanbauland der Welt. Ich habe vor Ort auf einer Plantage den Anbau, die Hintergründe und die Arbeitsbedingungen besichtigen und fotografieren dürfen. Ergänzend erhält das Thema FairTrade und der nachhaltige und bewusste Umgang mit Schokolade Einzug in die Veranstaltung. Vor allem in der Schokoladen-reichen Vorweihnachtszeit ist diese Einheit inkl. Kostprobe sehr beliebt. 

Lernziele: Globale Handels- und Lieferketten, internationale Abhängigkeiten, Fairer Handel            

Zielgruppe:  Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und außerschulische Lernorte

Referent:in: Magnus Meier

Schokolade wird von Klein und Groß geliebt. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und Formen, zu Ostern, zu Weihnachten und zu Geburtstagen. Aber wie wird die Schokolade hergestellt und wo und wie wird der benötigte Kakao angebaut? Mit diesen Fragen wird sich in diesem Workshop spielerisch beschäftigt. In verschiedenen Fallbeispielen sollen Arbeitsbedingungen der Schokoladenproduktion veranschaulicht werden. Es werden auch verschiedene Siegel vorgestellt, bei denen es zu keinen Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden kommt. Diese Schokolade kann man dann mit gutem Gewissen gemeinsam genießen.

Lernziele: Perspektivenwechsel, Kennenlernen anderer Lebensumstände, Menschenrechte und Fairtrade-Siegel, Hinterfragen des eigenen Konsumverhaltens

Zielgruppe: 3. – 8. Klasse

Referent:in: Marie Oßner

Gibt es den einen Weltfrieden, der für alle Menschen gültig ist? Wie ist er entstanden und in welcher Beziehung steht er zu Konzepten wie “Entwicklung”, “Sicherheit” und “Gewaltverringerung”? In diesem Workshop unternehmen wir auf interaktive Weise eine kritische, dekolonial informierte Annäherung an Frieden und nehmen sowohl persönliche Assoziationen als auch dominante Vorstellungen von Frieden unter die Lupe. Dabei werden koloniale Verstrickungen des Friedens ins Licht gerückt, aber auch sein Universalismus in Frage gestellt, um so den Weg für eine dekoloniale Pluriversalisierung von Frieden zu ebnen.

Lernziele: Teilnehmende benennen eigene Friedensverständnisse, reflektieren dominante Friedensverständnisse, werden sich der Pluralität von Friedensverständnissen bewusst, stellen entsprechende Zusammenhänge zu ihrem Engagement/ihrer Alltagswelt her.

Zielgruppe: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene

Referent:in: Christina Pauls

Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, die stärker von Empathie, Solidarität und gegenseitigem Respekt geprägt ist? Welche Strukturen, Werte und Verhaltensweisen wären notwendig, um Gewalt zu reduzieren und ein gerechteres Zusammenleben zu ermöglichen? In diesem interaktiven Utopie-Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit den Unterschieden zwischen Empathie, Mitleid und Solidarität auseinander und reflektieren, welche Rolle diese Haltungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt spielen. Durch kreative Methoden entwickeln die Teilnehmenden eigene Zukunftsvisionen einer solidarischen Gesellschaft. Mithilfe einer Collage- und Visualisierungsarbeit werden alternative gesellschaftliche Strukturen sichtbar gemacht und anschließend gemeinsam reflektiert. Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und Motivation für solidarisches Handeln im Alltag zu stärken.

Lernziele:
• Die Teilnehmenden unterscheiden zwischen Empathie, Mitleid und Solidarität
• Sie reflektieren gesellschaftliche Bedingungen für ein respektvolles Zusammenleben
• Sie entwickeln eigene Zukunftsvisionen einer solidarischen Gesellschaft
• Sie erkennen Handlungsmöglichkeiten im eigenen Alltag

Zielgruppe: Schüler und Schülerinnen ab Klasse 5 bis 13, Berufsschülerinnen und Berufsschüler, Studierende, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, pädagogische Fachkräfte, Jugendgruppen, Erwachsene, Multiplikatoren und Multiplikatorinnen

Form: Interaktiver Workshop (2–4 Unterrichtsstunden), flexibel anpassbar, in Präsenz oder digital, max. 25 Teilnehmende

Themenbereiche: Empathie, Solidarität, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Gewaltprävention, Zukunftsgestaltung, Menschenrechte, interkulturelles Lernen, Frieden / Konfliktbearbeitung

Referent:in: Celine Schätzler

Gewalt wird häufig nur dann wahrgenommen, wenn sie sichtbar und direkt ist. Doch viele Formen von Gewalt sind strukturell oder kulturell verankert und erscheinen deshalb als „normal“. Aber was hat das mit uns zu tun? In diesem interaktiven Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Gewaltformen auseinander und lernen das Konzept der direkten, strukturellen und kulturellen Gewalt (nach Johan Galtung) kennen. Dabei geht es nicht darum, Gewaltformen zu bewerten oder gegeneinander aufzuwiegen, sondern darum, ein sensibleres Verständnis für sichtbare und unsichtbare Gewalt zu entwickeln. Gemeinsam wird reflektiert, wie gesellschaftliche Normen Gewalt legitimieren können und wie eigene Wahrnehmungen und Perspektiven unsere Bewertung beeinflussen. Der Workshop verfolgt das Ziel, Stereotype und Vorurteile abzubauen und deutlich zu machen, dass es keine „gewalttätigen Kulturen“ gibt, sondern gewaltlegitimierende oder gewaltkritische Aspekte innerhalb von Kulturen. Durch Fallbeispiele und Reflexionsübungen werden Handlungsspielräume im Umgang mit Gewalt im eigenen Alltag sichtbar gemacht.

Lernziele:
• Die Teilnehmenden unterscheiden zwischen direkter, struktureller und kultureller Gewalt
• Sie entwickeln ein Bewusstsein für Normalisierungsmechanismen von Gewalt
• Sie reflektieren eigene Perspektiven und Wahrnehmungsmuster
• Sie bauen Stereotype und Vorurteile ab
• Sie erkennen Handlungsmöglichkeiten im eigenen Umfeld

Zielgruppe: Schüler ab Klasse 7 bis 13, Berufsschülerinnen und Berufsschüler, Studierende, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, pädagogische Fachkräfte, Jugendgruppen, Erwachsene

Form: Interaktiver Workshop (2–4 Unterrichtsstunden), flexibel anpassbar, in Präsenz oder digital, max. 25 Teilnehmende

Themenbereiche: SDG 16 „Frieden Gerechtigkeit und starke Institutionen“, Gewalt, Kultur, gesellschaftliche Normen,
Machtverhältnisse, globale Perspektiven, interkulturelles Lernen, Umgang mit Vorurteilen und Klischees, Frieden / Konfliktbearbeitung

Referent:in: Celine Schätzler

Der Anteil von Frauen und Männern an der Weltbevölkerung ist ungefähr gleich. Heute leben fast 8 Milliarden Menschen auf der Erde, davon etwas weniger als die Hälfte Frauen. Und wie überall auf der Welt sind Frauen eher von Armut und Gewalt bedroht als Männer und haben oft einen schlechteren Zugang zu Bildung - so auch auf dem afrikanischen Kontinent. Das Potenzial für wirtschaftliches Wachstum, Innovation, Gesundheit und Bildung liegt in den Händen von Frauen. Besonders in der Landwirtschaft und informellen Betrieben sind Frauen für fast 80 Prozent der Nahrungsversorgung verantwortlich. Afrikanische Frauen sind für ihren Kontinent von großer Bedeutung und werden ihr volles Potenzial gegen geschlechtsspezifische Diskrepanz ausschöpfen. Grund genug, das Thema Frauenpotential mit Blick auf Tradition & Familie, Religion, Politik, Gender, Bildung, Gesundheit (reproduktive) & Beschäftigung zu intensivieren.

Lernziele: Kennenlernen – Analyse – Verständnis - Wissenstransfer

Zielgruppe: Erwachsene

Referent:in: Nina Heinz

In binär orientierten Gesellschaftssystemen und Kulturen wurde lange Zeit – auch in Deutschland – ignoriert, dass Menschen eine andere Identität empfinden als nur Mann oder Frau. Das Ausleben anderer sexueller Orientierungen und/oder Identitäten als jener vorgenannten, steht in einigen Ländern nach wie vor unter Strafe bzw. wird gesellschaftlich geächtet. Auf der anderen Seite gibt es Kulturen und Gesellschaften, in denen eine andere Rolle/anderes Gender gelebt werden kann als jenes vermeintlich über das biologische Geschlecht zugewiesene – zumindest zeitweise. Aus diversen Gründen sind Diskriminierungen, Phobien gegen vermeintlich „andere“ Menschen in etlichen Gesellschaften an der Tagesordnung.

Lernziele: Vertraut werden mit Grundbegriffen zum Bereich Gender (Diversity)/LGBTQI*; Begrifflichkeiten und Situationen des Themenfeldes erkennen und verstehen; Beispiele zu kultureller Diversität kennen; Umgang mit Stereotypen, Vorurteilen, Diskriminierung, Phobien, hate-speech

Zielgruppe: Kindergarten, Grundschule, weiterführende Schulen, Erwachsene

Referent:in: Dr. Bartelsmeier Aarann

Gesellschaftliche Vorstellungen von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ prägen Identität, Verhalten und Kommunikation. Gleichzeitig können starre Rollenerwartungen zu innerem Druck, Ausgrenzung oder gewaltlegitimierenden Dynamiken führen. In diesem interaktiven Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit Konzepten wie „toxischer Männlichkeit“ und „toxischer Weiblichkeit“ auseinander – verstanden nicht als Eigenschaften von Personen, sondern als gesellschaftlich erlernte Verhaltensmuster und Erwartungen. Ziel ist es, stereotype Zuschreibungen zu hinterfragen und die Auswirkungen von Geschlechternormen auf Beziehungen, Kommunikation und Gewalt zu reflektieren. Zentrale Methoden sind eine kollaborative Collage- und Visualisierungsarbeit sowie ein „lebendiges Glossar“, in dem Begriffe gemeinsam erarbeitet, diskutiert und weiterentwickelt werden. Der Workshop schafft einen geschützten Reflexionsraum, der je nach Zielgruppe sowohl in geschlechtshomogenen Gruppen als auch in gemischten Settings durchgeführt werden kann. Optional können getrennte Gruppen in einer zweiten Phase zusammengeführt werden, um Perspektiven auszutauschen.

Lernziele:
• Die Teilnehmenden erkennen Geschlechterrollen als sozial konstruiert
• Sie verstehen, wie normative Erwartungen Druck und Konflikte erzeugen können
• Sie reflektieren Zusammenhänge zwischen Geschlechternormen, Kommunikation und Gewalt
• Sie hinterfragen stereotype Zuschreibungen und entwickeln alternative Perspektiven

Zielgruppe: Schüler und Schülerinnen ab Klasse 9, Berufsschülerinnen und Berufsschüler, Studierende, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, pädagogische Fachkräfte, Jugendgruppen, Erwachsene, Multiplikatoren und Multiplikatorinnen

Form: Interaktiver Workshop (2–4 Unterrichtsstunden), flexibel anpassbar, in Präsenz oder digital, max. 25 Teilnehmende

Themenbereiche: SDG 16 „Frieden Gerechtigkeit und starke Institutionen“, Geschlechterrollen, Identität, Diskriminierung, Gewaltprävention, Kommunikation

Referent:in: Celine Schätzler

Welche Vorurteilen, Stereotypen und Rassismen begegnen wir uns im Alltag? Und wie können wir antirassistisch handeln und sich aktiv den Strukturen entgegenstellen. In diesem Workshop wird sich mit dem individuellen und strukturellen Rassismus in Deutschland beschäftigt. Gemeinsam wird interaktiv erarbeitet, wie rassistisch die Gesellschaft sozialisiert ist und welche Privilegien man als „weiße“ Person hat. Ich freue mich auf spannende und bereichernde Diskussionen.

Lernziele: Erkennen der eigenen Privilegien, Differenzierter Blick im Alltag, Kritische Reflexion des eigenen Handelns

Zielgruppe: 7.- 12. Klasse, Erwachsene

Referent:in: Marie Oßner

Demokratie lebt davon, dass verschiedene Meinungen und Einstellungen zusammenkommen. Dort, wo Meinungen in Hass und Fremdenfeindlichkeit umschlagen, fällt es oft schwer zu argumentieren. In dieser Veranstaltung wollen wir gemeinsam unsere Sprachfähigkeit trainieren, lernen auf Widersprüche hinzuweisen und uns selbst klar zu positionieren. 

Lernziele: Hilfestellung für Argumentationen im Alltag   

Zielgruppe: Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und außerschulische Lernorte   

Referent:in: Magnus Meier     

Die Bildungsmethode ‚Connecting the Dots‘ ist eine von glokal e.V. erarbeitete Zeitstrahlmethode zur Sichtbarmachung kolonialer Kontinuitäten und Brüche, zur Benennung von Widerstandsgeschichten, die ansonsten meist verschwiegen werden, sowie zur Auseinandersetzung mit kolonialen Haltungen. Der Workshop nähert sich dem Themenkomplex Kolonialismus/Rassismus, insbesondere den Machtdimensionen von Geschichtsschreibung, über die angebotene Methode. Dabei sind verschiedene inhaltliche Schwerpunktsetzungen möglich und denkbar: Fokus auf die Augsburger Handelsfamilie der Welser, Fokus auf Rassismus, Fokus auf historische Verflechtungen (deutsch-tansanisch oder deutsch/ruandisch) .

Lernziele:    

  • Teilnehmer:innen lernen neue historische Perspektiven kennen und eignen sich dadurch geschichtliches Wissen an;
  • Sie analysieren historische Zitate und stellen Hypothesen bezüglich ihres zeitlichen, räumlichen, politischen und wirtschaftlichen Kontextes auf;
  • Sie werden für machtstrukturelle und koloniale Prägungen in unserer Geschichte und Gegenwart sensibilisiert;
  • Sie lernen, dass Geschichtsschreibung interessengebunden und menschengemacht ist;
  • Sie lernen, dass zentrale geschichtliche und oft idealisierte Persönlichkeiten an Erfindung, Legitimation, Verbreitung und Aufrechterhaltung von Ungleichheitsverhältnissen (wie z.B. Rassismus und kapitalistischer Extraktionsprozesse) beteiligt waren;
  • (Insbesondere) Teilnehmer:innen of Color werden durch Hervorhebung widerständiger Stimmen und Fokus auf Widerstand gegen Machtstrukturen gestärkt und ermutigt, Erfahrungen von Ungleichheit als gesellschaftliche Struktur und nicht als persönliches Problem zu verstehen;
  • Teilnehmer:innen werden durch Fokus auf (teilweise erfolgreichen) Widerstand ermutigt, sich gesellschaftspolitisch zu engagieren, Ungleichverhältnisse anzuprangern und sich für deren Abbau einzusetzen.

Zielgruppe: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene

Referent:in: Christina Pauls

Verständnis zu Diskriminierungsformen (Schwerpunkt Rassismus), Systemen, Machthierarchien, Umgang mit Diskriminierungserfahrung, Umgang mit diskriminierenden Räumen

Lernziele: Wissensvermittlung, Empowerment

Zielgruppe: Schulklassen, BIPoCs / Diskriminierungsbetroffene für Empowerment, Organisationen und Institutionen für Diversity-Beratung

Referent:in: Fabienne Molela Moukara

Was heißt eigentlich „typisch deutsch oder mexikanisch“? Gibt es das überhaupt? Wo sehe ich mich selbst? Wie typisch bin ich für meine Nationalität laut Pass? Mit welchen Schubladen wurde ich schon konfrontiert auf Grund Herkunft, Sprache, Äußeres oder wie denke ich selbst über Menschen aus anderen Herkunftsländern? Welche Erfahrungen habe ich mit interkulturellen Missverständnissen? Man denkt, sich verstanden zu haben und redet doch aneinander vorbei?
Sensibilisierung für sogenannte „Kulturdimensionen“, um eigene und andere Denk-, Handlungs- und Sprachmuster leichter zu verstehen und interkulturelle Missverständnisse neutraler zu sehen, zu „bewerten“.

Lernziele: Bewusstsein schaffen für und Anerkennung eigener Privilegien, Sensibilisierung für diskriminierende Sprache und Verhaltensweisen, Machthierarchien, Alltagsrassismus, Unterschied nicht rassistisch und anti-rassistisch zu handeln, eigene Möglichkeiten aufzeigen, gesellschaftlich Einfluss zu nehmen/Haltung zu zeigen, sich zu positionieren, interkulturell sensibel zu reagieren, eigene Vorurteile entdecken, in Frage stellen, überdenken.

Zielgruppe: Junge Erwachsene, Studierende, Erwachsene, Kindergartenpersonal, Lehrkräfte

Referent:in: Andrea Gugger-Diouf

Eine globalisierte Welt bedarf einer verständnisvollen Handlungskompetenz in Bezug auf Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen. Der Workshop beinhaltet erste Schritte der interkulturelle Kommunikatio und regt zum Perspektivenwechsel an. Teilnehmer:innen werden darauf sensibilisiert, ihre eigene kulturelle Prägung und deren Wirkung zu reflektieren und sich in unbekannte Kulturen hineinzuversetzen. Wir erarbeiten gemeinsam das Thema „Kultur“ sowie die Brücke zwischen „Interkultureller Kommunikation“ und „Interkultureller Kompetenz", ebenso das Thema  "Kollektivismus/individualismus und mein Alltag im Gastland", aber auch den Kulturschock und seine Phasen.

Lernziele: Perspektivwechsel, Sensibilisierung für kulturelle Prägungen, Verständnis vom Kulturschock

Zielgruppe: Erwachsene, ehrenamtlich tätige Menschen

Referent:in: Nina Heinz

Beschreibung:

Erinnern Sie sich an das Kartenspiel „schwarzer Peter“ oder an das Kinderbuch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende. Mussten Sie im Sportunterricht „Völkerball“ spielen oder sangen Sie in der Grundschule „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ oder „hatten Angst vorm schwarzen Mann und wenn er kommt, dann laufen wir“? Wo kommen diese Titel oder Liedinhalte her, was hatten und haben sie für eine Bedeutung, wie wirken sie auf uns, auf unsere Kinder und auf die Gemeinschaft? Kinder begreifen die Welt durch Modelle und über Nachahmung. Vorurteilsfreie Materialien und Methoden fördern ein gleichberechtigtes diverses Werte- und Normensystem und geben Kindern Informationen über sich selbst und zu ihrer Umwelt. Deshalb ergründen wir klischeebehaftete Begriffe, um Kindern vorurteilsfreie Spielmaterialien und Bücher zur Verfügung zu stellen.    

Lernziele:     

1. Definition und Bedeutung von Vorurteilen: Die Rolle von Vorurteilen in der frühkindlichen Sozialisation

2. Sensibilisierung für eigene Vorurteile: Reflexion über persönliche Einstellungen und Vorurteile, Übungen zur Selbstwahrnehmung und Eigenreflexion

3. Vorurteilsfreie Spielmaterialen und Bücher für eine vielfältige KiTa: Kriterien für die Auswahl von Spielmaterialien, Büchern, Liedern die Vielfalt repräsentieren. Beispiele erkunden und austauschen von vorurteilsfreiem Spielzeug (z. B. Puppen, Bücher, Spiele).

Zielgruppe:  

Die Veranstaltung richtet sich an pädagogische Fachkräfte und Eltern und stellt sich aus theoretischen allgemeinen Informationen wie aus einem praktischen Workshop zusammen.

Form:

Interaktiver Workshop, am besten einen ganzen Tag für max. 20 TN

Themenbereiche:

Vorurteile – Stereotype – gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – vorurteilsbewusste Pädagogik 

Referentin:

Nina Heinz (Diplompädagogin, Therapeutin sozialtherapeutisches Rollenspiel und zertifizierte interkulturelle Trainerin (dgikt))

Ein Rassist möchte eigentlich niemand sein. Dennoch bestehen in Deutschland Stereotypen vor, die noch aus der Zeit des Kolonialismus resultieren. In dieser Veranstaltung beschäftigen wir uns mit dem, für weiße Menschen oft unsichtbaren, Rassismus, der den Alltag der vielen Nicht-Weißen Menschen in Deutschland prägt. Anhand einer Bildergalerie mit Beispielen aus Politik, Werbung und Zeitungen wird der Blick auch auf eigene Stereotypen und den gemeinsamen Umgang gewendet. 

Lernziele: Umgang mit Stereotypen, Diskriminierung und Alltagsrassismus in Deutschland

Zielgruppe: Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und außerschulische Lernorte

Referent:in: Magnus Meier 

Auch über 50 Jahre nach Ende der Kolonialzeit leben wir in postkolonialen Strukturen, die ein Machtgefälle zwischen dem globalen Norden und Süden schaffen. Das Machtgefälle ist uns nicht immer bewusst, aber immer existent. Durch interaktive Zusammenarbeit der Gruppe findet eine Analyse darüber statt, welche verschiedene Dimensionen Postkolonialismus hat und wie postkoloniale Strukturen in unserem Alltag auftreten. „Der globale Süden auf Augenhöhe“ – Der Name ist Programm. Wir werden „good and bad practices“ betrachten und unser eigenes Verhalten, zum Beispiel in sozialen Projekten, bei Reisen und dem eigenen Konsumverhalten in Bezug auf postkoloniale Strukturen unter die Lupe nehmen.

Lernziele: Die Teilnehmer:innen werden mehr über Postkolonialismus und den ganz persönlichen Bezug zu ihrem eigenen Leben lernen. Es werden bisherige Handlungspraktiken analysiert und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Zielgruppe: Jugendliche ab 15 Jahre und Erwachsene

Referent:in: Isabelle Zundel

Beschreibung: The workshop offers an overview over Kenya’s colonial history, including anti-colonial resistance movements such as the Mau Mau uprising. It examines how colonial legacies continue to shape Kenya’s political institutions, economic structures, and cultural life today. Particular attention is paid to how Kenya’s colonial history relates to recent protest movements and conflicts as well as to its economic position in a globalised world. The workshop includes an analysis of the role of culture in Kenya’s anti-colonial movements, including voices such as Ngũgĩ wa Thiong'o. Overall, the aim is to understand colonialism as a historical phenomenon and to critically assess its lasting influence in the present, using Kenya as a case study.          

Lernziele

  1. Die Teilnehmenden kennen zentrale Aspekte der kolonialen und postkolonialen Entwicklung Kenias und analysieren, inwiefern koloniale Machtstrukturen bis heute politische, wirtschaftliche und kulturelle Prozesse beeinflussen.
  2. Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche Perspektiven auf Kenias aktuelle wirtschaftliche, politische und kulturelle Situation kennen. 

Zielgruppe:  Schüler*innen der 11. Klasse    

Form: Interaktiver Workshop

Themenbereiche: Kolonialismus, Post-Kolonialismus, Kenia, Globalisierung

Referent:in: Luisa Schmidt

Sprache ist nicht nur ein Mittel zur Kommunikation, sondern prägt unsere Wahrnehmung von uns selbst und anderen. In diesem interaktiven Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, wie Sprache Identität formt, Zugehörigkeit ermöglicht oder ausschließt und gesellschaftliche Machtverhältnisse reproduzieren kann. Anhand von Beispielen aus Alltag, Medien und Bildungssettings reflektieren die Teilnehmenden eigene Sprachgewohnheiten und lernen, diskriminierende sowie empowernde Sprachformen zu erkennen. Ziel ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie Sprache soziale Wirklichkeit mitgestaltet und welche Handlungsmöglichkeiten wir im Alltag haben.

Lernziele:
• Die Teilnehmenden verstehen Sprache als machtvolles soziales Werkzeug
• Sie erkennen Zusammenhänge zwischen Sprache, Identität und Zugehörigkeit
• Sie identifizieren diskriminierende Sprachmuster (z. B. Stereotype, Othering)
• Sie reflektieren eigene Sprachpraxis und entwickeln alternative Ausdrucksweisen
 
Zielgruppe: Schüler ab Klasse 7 bis 13, Berufsschülerinnen und Berufsschüler, Studierende, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, pädagogische Fachkräfte, Jugendgruppen, Erwachsene
 
Form: Interaktiver Workshop (2–4 Unterrichtsstunden), in Präsenz oder digital, max. 25 Teilnehmende

Themenbereiche: Antidiskriminierung, Identität, Machtverhältnisse, Sprache, Diversität, globale Perspektiven, decolonial thinking, interkulturelles Lernen, Umgang mit Vorurteilen und Klischees, Menschenrechte, Geschlechtergerechtigkeit / Gender

Referent:in: Celine Schätzler

Was bedeutet es eigentlich, in einer Gesellschaft weiß zu sein, die "Norm" zu repräsentieren, der Mehrheit anzugehören, Status aufgrund der äußeren Erscheinung zu besitzen, nichts hinterfragen zu müssen, einfach so, ohne aktives Zutun? Welche (alltäglichen) Privilegien habe ich, die für mich selbstverständlich und universell erscheinen, die ich nicht wahrnehme? Welche Arten von Rassismus gibt es, was habe ich damit zu tun und inwiefern bin ich Teil eines rassistischen Systems? Im Rahmen dieser interaktiven Einführung beschäftigen wir uns u.a. mit diesen Fragen, schärfen das Bewusstsein und reflektieren kritisch unsere eigene Denkweise, Haltung und unseren Sprachgebrauch.

Lernziele: Bewusstsein schaffen für und Anerkennung eigener Privilegien, Sensibilisierung für diskriminierende Sprache und Verhaltensweisen, Machthierarchien, Alltagsrassismus, Unterschied nicht rassistisch und anti-rassistisch zu handeln, eigene Möglichkeiten aufzeigen, gesellschaftlich Einfluss zu nehmen/Haltung zu zeigen, sich zu positionieren, interkulturell sensibel zu reagieren, eigene Vorurteile entdecken, in Frage stellen, überdenken.

Zielgruppe: Junge Erwachsene, Studierende, Erwachsene, Kindergartenpersonal, Lehrkräfte

Referent:in: Andrea Gugger-Diouf

"Wir begegnen uns in den Gemeinsamkeiten und wachsen an unseren Unterschieden.“ Virginia Satir (Familientherapeutin)

Modernes Leben findet in einer zunehmend heterogenen Gesellschaft statt. Es ist normal verschieden zu sein. Die Vielfalt unterschiedlicher Lebensformen, Familienmodelle, sozialer Zugehörigkeiten und kultureller Prägungen spiegelt sich auch in den Kindertageseinrichtungen wieder. Vielfalt als Stärke zu begreifen, das „Anderssein“ der anderen als Bereicherung für sich selbst zu entdecken und dem „Fremden“ mit Anerkennung, Wertschätzung und Empathie zu begegnen, ist ein hohes Ziel und ständige Herausforderung- für Kinder, Eltern und ErzieherInnen. Interkulturelles Lernen beginnt damit, sich der eigenen kulturellen Prägungen bewusst zu werden, sich mit eigenen Stereotypen und Vorurteile auseinanderzusetzen.

Lernziele: Der Schwerpunkt des Trainings liegt auf der Bearbeitung von eigenem Erlebten und Handeln der Teilnehmer:innen. Modelle, Theorien und kulturtheoretische Konzepte dienen der Veranschaulichung und stellen das Instrumentarium dar.

  • Wie bin ich? Was hat mich geprägt? Die eigene Herkunftskultur;
  • Erkennen der kulturellen Bedingtheit von Wertesystemen und deren wertschätzender Vergleich;
  • Kennenlernen einiger interkultureller theoretischer Grundbegriffe und Theorien;
  • Entwicklung eines Gespürs für Herausforderungen sowie Chancen interkultureller Überschneidungssituationen und Erweiterung eigener Handlungsoptionen;
  • Umgang mit Diversität

Zielgruppe: pädagogisches Fachpersonal der Kindertageseinrichtung, eventuell Eltern

Referent:in: Gudrun Riedel

Bildung ist ein Recht, auf das alle Menschen ein Anrecht haben. Bildung trägt dazu bei, dass sich Menschen an sozialen und wirtschaftlichen Prozessen und Entwicklung in einem Land beteiligen können. Bildung trägt dazu bei, dass die Geburtenraten in vielen Ländern des Globalen Südens zurückgeht. Gut ausgebildete Menschen haben oft einen Arbeitsplatz mit einer fairen Entlohnung. Wie können wir dazu beitragen, dass dieses (Kinder-)Recht auch Kindern in Ländern des Globalen Südens zukommt, und dass auch sie ein würdiges Leben führen können?

Lernziele: Schulsysteme, Lebens- und Arbeitsbedingungen in Ländern des Globalen Südens, Stellenwert von Bildung für eine Teilhabe an wirtschaftlichen und sozialen Prozessen, Analyse und Reflektion, soziale Verantwortung

Zielgruppe: Schüler:innen (ab ca. 12 Jahre) der Mittel- und Realschule, Gymnasium/FOS/BOS und Berufsschule, Firmgruppen und andere

Referent:in: Monika Stöckl

 

Ist Schule und Lernen wirklich langweilig, oder habe ich Glück, dass ich zur Schule gehen darf oder muss“? Artikel 28 der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen besagt, dass alle Kinder lernen sollen und eine Ausbildung machen dürfen, die ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entspricht. In diesem Workshop erarbeiten wir gemeinsam was ein Kinderrecht überhaupt ist und welches die zehn (10) wichtigsten Kinderrechte sind. Wir stellen uns die Frage: Wer ist ein Kind, wer ist ein Jugendlicher und wer ist Erwachsen? Wir befassen uns damit, wie diese Kinderrechte im Alltag in sechs Kontinenten umgesetzt und gelebt werden und ob alle Kinder dieser Welt die gleichen Rechte haben.

Lernziele: Sensibilisierung für Kinderrechte

Zielgruppe: Schüler:innen weiterführender Schulen. pädagogisches Fachpersonal

Referent:in: Nina Heinz

In dieser Veranstaltung werden die Teilnehmer: innen sich in den Kinderalltag in Afrika/im Sahel einfühlen. Ausgegangen wird von den eigenen Vorstellungen vom Leben in Afrika, in den Medien, aus Erzählungen etc. Anhand von Beispielen (Bildmaterial/Filme) werden konkrete Lebenssituationen aus dem Kinderalltag bearbeitet, welche die Teilnehmer:innen in die Lage versetzen soll, sich in das Leben einfühlen.

Lernziele: Spielerisches Kennenlernen des Lebensalltags von Kindern in Afrika, Perspektivenwechsel üben, Wertschätzung der eigenen Möglichkeiten und Freiheiten

Zielgruppe: Kindergarten; Grundschule, Mittelstufe

Referent:in: Dr. Bartelsmeier Aarann

Integration ist DAS Thema, seit viele geflüchtete Menschen bzw. Migrant:innen  verstärkt nach Europa kommen. Was bedeutet "Fremdsein/Anderssein“ für Menschen, insbesondere für Kinder? Hat das Thema für Kinder überhaupt die Bedeutung, die Erwachsene darin sehen?

Lernziele: Kinder verstehen sich als in EINER WELT lebend, Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahrnehmen und wertschätzen

Zielgruppe: Kindergarten; Schule: Grundschule

Referent:in: Dr. Aarann Bartelsmeier

Die Klimakrise schreitet immer schneller voran. Nicht nur bei uns, sondern weltweit sind die Folgen und Auswirkungen des Klimawandels spürbar. Aber was ist der Klimawandel überhaupt und wodurch wird er verursacht und beeinflusst? Und welche Verantwortung tragen wir in Europa mit unseren Co2 -Ausstößen? In diesem Workshop werden globale Zusammenhänge mit Hilfe des Weltverteilungsspiels spielerisch verdeutlicht. Dabei werden wir die Frage nach der Gerechtigkeit diskutieren. Außerdem wird interaktiv auf mögliche Folgen und Auswirkungen in den verschiedenen Regionen auf der Erde eingegangen. Gemeinsam werden abschließend Ideen gesammelt, wie man selbst das Klima schützen kann.

Lernziele: Kennenlernen globaler Zusammenhänge und Machtverhältnisse, differenzierter Blick auf das eigene Handeln, Kennenlernen der Verursachungen und Folgen der Klimakrise

Zielgruppe: 3. – 8. Klassen

Referent:in: Marie Oßner

Der Klimawandel betrifft alle Menschen weltweit, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Eines der am stärksten betroffenen Länder sind die Fidschi-Inseln, die zudem kaum etwas zur Klimakrise beigetragen haben. Im Workshop soll der Klimawandel als Gerechtigkeitsproblem diskutiert und seine globalen Auswirkungen am Beispiel Fidschis veranschaulicht werden. Wir diskutieren, wie klimagerechte Lösungen aussehen können und überlegen gemeinsam, welchen Beitrag Teilnehmer:innen dazu leisten können.

Lernziele: Erlangen vom Verständnis global ungleicher Betroffenheit von und Verantwortung für den Klimawandel; Auseinandersetzung mit den spezifischen lokalen Auswirkungen der Klimakrise in Fidschi; Reflexion über die Vor- und Nachteile verschiedener Lösungsansätze für den Klimawandel; Entwicklung persönlicher Beiträge zur Bekämpfung Klimawandels      

Zielgruppe:  Schüler:innen der Mittel- und Oberstufe oder Freiwillige; der Workshop kann aber auch für die Unterstufe, Auszubildende, Studierende und Erwachsene angepasst werden

Referent:in: Vincent Gewert

Was ist klimagerechte Ernährung, beziehungsweise warum ist es sinnvoll regional-saisonal und überwiegend pflanzlich zu essen? Dieser Workshop geht auf vielfältige Weise diesen Fragen auf den Grund. Je nach zeitlichen Rahmenbedingungen und nach dem Alter und Interesse der Zielgruppe werden verschiedene Spiele gespielt, ein Quiz veranstaltet, gemeinsam Wildkräuter gesammelt , gekocht und/oder Rezepthefte gestaltet. Zeitdauer: mindestens 90min bis ganzer Projekttag

Für die 3./4. Klasse liegt der Schwerpunkt auf gemeinsamen Spielen. Beim Eisbärenspiel erfahren die Kinder, wie durch den Klimawandel das Leben der Eisbären in der Arktis immer eingeschränkter wird. Anschließend werden an einer Schnur verschiedene Gerichte ihren CO2-Emissionen zugeordnet. Mithilfe einer soziometrischen Aufstellung geht es dann noch etwas mehr ins Detail: Ist Äpfel- oder Tomatenessen zu jeder Jahreszeit gut für das Klima? Ist es wichtig, ob man mit dem Fahrrad oder mit dem Auto einkaufen fährt? Ist es schlecht für das Klima, Fleisch von Schafen zu essen, die auf dem Deich grasen oder von Kühen, die in eine Feuchtwiese beweiden? Als nächstes wird ganz praktisch etwas Wildes gesammelt oder mit sonstigen regional-saisonalen Zutaten etwas gekocht, gemixt oder gerührt und probiert. Zum Schluss kann noch mithilfe eines Fotobands ein Blick über den Tellerrand erfolgen: „Wie essen Kinder in anderen Ländern?“. Zwischendurch oder abschließend können bei genügend Zeit auch noch weitere, thematisch passende Spiele eingebaut oder kreativ gebastelt werden.

Ab der 7. Klasse bis ins Erwachsenenalter eignet sich ein Quiz, bei dem die Teilnehmer:innen in Teams arbeiten. Hierbei wird der Klimawandel und Klimagerechtigkeit stärker ins Visier genommen. Beispielfragen sind: Wie hoch ist der Ausstoß an CO2-Äquivalenten in Kilogramm pro Kopf verschiedener Länder? Welche dieser Länder sind besonders stark bereits jetzt vom Klimawandel betroffen? Hierbei kommt es zu Perspektivwechsel und Aha-Effekten. Zudem geht es um die Handlungsoptionen: Welche praktischen Handlungen sparen besonders viel CO2-Äquivalenten ein? Einmal pro Woche auf einen Rindfleischburger verzichten oder doch lieber Verpackungsmüll sparen? Frische Ofenkartoffeln zubereiten statt Tiefkühlpommes oder zum Einkaufen mit dem Rad statt mit dem Auto? Auch hier erfolgt meist ein Aha-Effekt, denn eine regional-saisonale, pflanzliche Ernährung spart tatsächlich viel CO2 ein. Besonders beliebt bei den Teilnehmer:innen ist auch immer das Probieren verschiedener Kleinigkeiten und Erraten der Zutaten: je nach Saison z.B. Hagebutten-Pesto, Grünkohl-Smoothie o.Ä. Im Anschluss können je nach Veranstaltungsort, Teilnehmer:innen und Zeit Rezeptbücher betrachtet, gemeinsam ein Rezeptheft gestaltet oder gemeinsam Wildkräuter gesammelt und zubereitet werden. Für die 7. und 8. Klasse eignen sich als Ergänzung und Verfestigung der Inhalte auch weitere Spiele.

Zielgruppe: 3./4. Klasse bis Oberstufe und Erwachsene jeden Alters7

Referent:in: Kira Kniffka

Das Allgäu und andere Regionen der Alpen sind Regionen, in denen "Hirt:in-Sein" gelebtes Kulturerbe und die mobile Tierwirtschaft naturgegebenes ökonomisches und ökologisches Wirtschaften bedeutet. Aber nicht nur hier, sondern ebenso in anderen Regionen Europas und insbesondere weltweit findet dieses Thema zu wenig Beachtung. Der Referent wird dieses Thema mit den Teilnehmer: innen anhand von Beispielen aus der eigenen Arbeit im Alpenraum und in Afrika bearbeiten. Die Komplexität des Themas "Mobile Tierhaltung/Pastoralismus" wird analysiert und seine Wertigkeit und Bedeutung diskutiert.

Lernziele: Bedeutung eines scheinbar unbedeutenden Themas erkennen, Komplexität der Lebens- und Wirtschaftsweise erarbeiten, Einflussfaktoren bestimmen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede einer Lebens- und Wirtschaftsweise erkennen

Zielgruppe: Grundschule, weiterführende Schulen, Erwachsene

Referent:in: Dr. Bartelsmeier Aarann

Pastoralismus/Mobile Tierhaltung ist eine der ältesten Wirtschafts- und Kulturweisen von weltweiter Bedeutung. Dass sie in ihrer nachhaltigen Wirkung auf Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft und Kultur oft verkannt wird, liegt an dem mangelhaften Wissen über die verschiedenen Ausprägungsformen in den Kulturen und geografischen Regionen der Erde. Oft werden Informationen in verklärter Art und Weise exotisch und romantisierend dargestellt mit dem Gefühl absoluter Freiheit und Uneingeschränktheit. Dass die Realität zumeist sehr weit davon entfernt ist, ist Tatsache: klimatische Extreme (extrem heiß – extrem kalt; Niederschläge etc.) prägen diese extensive Tierhaltungsform. Diese Marginalstandorte können nicht anders als mit Wandertierhaltung bewirtschaftet werden (Ackerbau ist nicht möglich). Diese Bedingungen führen Menschen und Tiere an die Grenzen ihres Seins.

Lernziele: Grundkenntnisse über weltweite Bedeutung von Pastoralismus; Wissen um die Besonderheiten des Wirtschaftens an Marginalstandorten unter extremen Klimabedingungen; Verstehen von Aspekten der Nachhaltigkeit dieser alten Wirtschafts- und Kulturweise; Unterscheiden von Realität und Romantik; Kennen weiterer Schwierigkeiten wie Konflikte, Vorkommen von Bodenschätzen

Zielgruppe:  Weiterführende Schulen; Erwachsene 

Referent:in: Dr. Bartelsmeier Aarann

Den Teilnehmer: innen soll - ausgehend von der eigenen Erfahrungswelt - eine Einführung in den interkulturellen Umgang mit Tieren gegeben werden und die Vielfalt der Mensch-Tier-Beziehungen erläutert und erarbeitet werden. Dabei wird ein Vergleich angestrebt und das Bekannte im Fremden und das Fremde im Bekannten herausgearbeitet. Es wird gezeigt, wie in Deutschland/Europa Tiere zu verschiedenen Zwecken gehalten werden und unterschiedliche Funktionen übernehmen, im beruflichen Bereich, in Hobby und Freizeit. Davon ausgehend wird die Situation in anderen Kulturen/Ländern analysiert.

Lernziele: Verständnis der Bedeutung von Tieren als Kulturtieren, Sensibilität für die Belange und Empfindungen von Tieren, reale Einschätzung von Tierschutz und Tiernutz, Komplexität der Mensch-Tier-Beziehungen erkennen

Zielgruppe: Kindergarten, Grundschule, weiterführende Schulen, Erwachsene

Referent:in: Dr. Bartelsmeier Aarann

Aus der Perspektive einer nachhaltigen Entwicklung sind die Themenbereiche Ernährung, fairer Handel und Klimawandel eng miteinander verknüpft. Dabei ist einerseits entscheidend, welche Konsumentscheidungen auf lokaler Ebene getroffen werden und welche Effekte diese direkt oder indirekt auf regionale und globale Systeme ausüben. Andererseits stellt sich auch die Frage wie Menschen im Globalen Süden schon jetzt mit den Klimawandelfolgen fertig werden, wie eine klimagerechte Ernährung von morgen dabei helfen und wie diese konkret aussehen kann. Faire Produktions- und Handelsmethoden im Sinne sozialer und ökologischer Gerechtigkeit spielen daher ebenso eine Rolle, wie die entsprechende Haltung der Konsument:innen. 
Im Workshop stellen wir über unser Lieblingsessen einen Bezug zum diesen Themen her, bringen uns mit einem Quiz zu den globalen Herausforderungen der Welternährung auf den selben Wissensstand und diskutieren ausgewählte Problemsituationen und Lösungsansätze. Abschließend sammeln und bewerten wir gemeinsam Ideen für „faire“ Zutaten und Gerichte, um damit schließlich ein klimagerechtes Zukunfts-Buffet zu planen.

Lernziele: Verbindung zwischen Ernährung und Klimawandel, auf regionaler und globaler Handlungsebene begreifen; Verständnis für die unterschiedlichen Herausforderungen entwickeln; konkrete Handlungsansätze anhand der eigenen Ernährung gestalten
 

Zielgruppe: Sekundarstufe I und II

Format: Interaktive Session mit Gruppenarbeitsphasen

Referent:in: Dr. Phillip Bengel

Der Schutz von Menschenrechten in Afrika ist ein sehr vielseitiges, komplexes und viel diskutiertes Thema. Anhand von einem thematischen und geografischen Beispiel, wie dem Schutz von LGBTIQ+ Rechten in Ghana, werden wir uns in Kleingruppen den verschiedenen gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Dimensionen widmen. Eine besondere Rolle wird dabei immer die Analyse des Afrikanischen Menschenrechtssystems spielen. Es handelt sich dabei um ein regionales System zur Förderung und zum Schutz der Menschenrechte, das im Rahmen der Afrikanischen Union funktioniert. Die Banjul-Charta bildet die Grundlage für das regionale System und sieht, wie andere regionale Menschenrechtssysteme, materielle Rechte vor, legt Verfahren zur Durchsetzung der Rechte fest und hat ein Aufsichtsorgan eingerichtet.

Lernziele: Die Teilnehmer:innen werden mehr über die normativen und praktischen Schutzmechanismen von Menschenrechten auf regionaler, nationaler und lokaler Ebene in Afrika anhand von Beispielen erfahren. Dabei wird es wichtig sein, die dominante eurozentristische Perspektive auf den theoretischen Schutz sowie die praktische Ausübung von Menschenrechten zu hinterfragen und die wichtigen Erfolge des afrikanischen Menschenrechtssystems herauszustellen. Abschließend wird ein persönlicher Bezug hergestellt und darüber hinaus Handlungsaufträge erarbeitet.

Zielgruppe: Jugendliche ab 15 Jahre und Erwachsene

Referent:in: Isabelle Zundel (Ich biete dieses Modul gerne auch auf Englisch mit einem meiner Kollegen an).

In dieser Veranstaltung werden sich die Teilnehmer:innen intensiv mit dem Thema (Arbeits-)Migration auseinandersetzen, welches auf Grund der aktuellen Zuwanderung in seinen Auswirkungen nun auch Europa betrifft. Es werden jahrhundertealte Traditionen von Migration analysiert und in ihren historischen Zusammenhängen erarbeitet. Daraus ergibt sich ein Verständnis der Ursachen heutiger Bewegungen. Diese werden auf Ursachen und Folgen hin untersucht.

Lernziele: Einschätzung der historischen Bedeutung von (Arbeits-)Migration, Analyse der Ursachen und deren Komplexität, Perspektivenwechsel, Erkennung der Komplexität von (Arbeits)Migration

Zielgruppe: Schulen: Mittelstufe und Oberstufe; Erwachsene

Referent:in: Dr. Aarann Bartelsmeier

Globale Krisen und ungleiche Strukturen bewirken weltweite Flüchtlings- und Migrationsbewegungen, die uns auch in Deutschland betreffen. Während des Workshops wollen wir uns mit unseren eigenen Ängsten und Vorurteilen in Bezug auf die Integration und das Zusammenleben mit Geflüchteten in unserem Land beschäftigen. Ich erzähle meine eigene Geschichte, aber wir haben auch Zeit, unsere eigenen Erfahrungen auszutauschen und Ideen für das
Zusammenleben zu entwickeln.

Stichpunkte (abhängig von der gewünschten Dauer der Veranstaltung):
• Hintergründe für weltweite Migration
• Globale Fluchtbewegungen
• Zahlen/Fakten/Fluchtursachen in den Herkunftsländern
• Ängste und Vorurteile gegenüber „Fremden“ besprechen
• Kulturelle Unterschiede (Beispielen aus dem Alltag).
• Flucht & Integrationsgeschichte.
• Bildungssystem in Syrien und welchen Zugang Frauen zu Bildung haben
• Situation für Frauen im Krieg und in Syrien
• Direkter Austausch: Über Video-telefonie mit Menschen in Syrien (Mathematiklehrerin an eine öffentliche Schule in Syrien) oder in den Flüchtlingslagern im Libanon in Kontakt treten (ca. 20 - 25 Minuten, Teilnehmer:innen können die Straßen und Gebäude in der Umgebung live sehen und auch Fragen stellen)

Lernziele: Sensibilisierung für das Thema Flucht und Migration, Blickwechsel, Umgang mit Vorurteilen gegenüber geflüchteten Menschen 

Zielgruppe: Lehrende / Erziehende / pädagogische Fachkräfte, Ehrenamtliche, Schüler:innen 5. bis 13. Klasse, Studierende, Teilnehmende bei Freiwilligendiensten, Kirchen- / Gemeindemitglieder

Referent:innen: Siba Wardeh, Okba Kerdiea, Saad Saad

Die Bewegungsfreiheit von Menschen ist weltweit sehr ungleich verteilt. Während einige Personen Grenzen nahezu ungehindert überschreiten können, sind andere mit restriktiven Grenzregimen, Visabestimmungen und lebensgefährlichen Fluchtrouten konfrontiert. In diesem interaktiven Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit den EU-Außengrenzen als politischem und gesellschaftlichem Raum auseinander. Anhand von Perspektivwechsel-Übungen und Fallbeispielen wird reflektiert, wie Grenzpolitik, globale Ungleichheiten und individuelle Lebensrealitäten miteinander verknüpft sind. Dabei geht es nicht um einfache Antworten, sondern um ein besseres Verständnis für unterschiedliche Perspektiven sowie die Auseinandersetzung mit Fragen von Verantwortung, Menschenrechten und Handlungsmöglichkeiten im eigenen Kontext.

Lernziele:
• Die Teilnehmenden verstehen grundlegende Funktionen und Auswirkungen von Grenzregimen
• Sie erkennen die ungleiche Verteilung von Mobilitätsrechten weltweit
• Sie reflektieren unterschiedliche Perspektiven auf Migration
• Sie setzen sich mit menschenrechtlichen Fragestellungen auseinander
• Sie entwickeln ein differenziertes Verständnis komplexer politischer Zusammenhänge

Zielgruppe: Schüler und Schülerinnen ab Klasse 9, Berufsschülerinnen und Berufsschüler, Studierende, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, pädagogische Fachkräfte, Jugendgruppen, Erwachsene, Multiplikatoren und Multiplikatorinnen

Form: Interaktiver Workshop (2–4 Unterrichtsstunden), flexibel anpassbar, in Präsenz oder digital, max. 25 Teilnehmende

Themenbereiche: Migration und Flucht, Menschenrechte, globale Ungleichheit, Bewegungsfreiheit, Verantwortung, Europa, SDG

Referent:in: Celine Schätzler

Was zeigen uns die Medien über Krieg? Wie nehmen wir die Bilder wahr? Was machen diese Informationen mit uns? Wir wollen Erzählmuster analysieren, hinterfragen und aufbrechen.

Lernziele: Medienkompetenz, Informationen hinterfragen, die Spirale aus Ängsten, Vorurteilen und Gewalt erkennen und aufbrechen, eigene Handlungsansätze entwickeln

Zielgruppe: Junge Erwachsene, frühestens ab Oberstufe (10. Klassen aufwärts), Erwachsene

Referent:in: Gerhard Wilfling

Referentin Natacha Nyonse Tchowmba Bamy zeigt Schüler:innen sehr lebhaft, welche Bedeutung Tanz für Kameruner:innen hat und wie diese in ihrer Kultur verankert ist. Gleichzeitig wird den Schüler:innen ein fairer Umgang mit anderen Kulturen im Alltag näher gebracht. Nach einem Aufstellungspiel wird auch gemeinsam das Afrika Puzzle gepuzzelt, um den großen Kontinent Afrika besser kennenzulernen und zu verstehen, wie vielfältig und unterschiedlich die einzelnen Länder und Kulturen des afrikanischen Kontinents sind.

Kunst ist ein Werkzeug, mit der wir unabhängig von Herkunft und Sprache weltweit kommunizieren können, um Verbundenheit zu schaffen. An den Praktiken verschiedener indigenen Kulturen in Südamerika können wir uns orientieren und inspirieren lassen. Wir können Produkte der regionalen Natur nutzen, über ihre Eigenschaften, Funktionen und geschichtliche Bedeutung zu lernen. Im Workshop vom Suchen geeigneter Materialien bis hin zum fertigen Werk, ertasten, fühlen und formen wir Produkte der Natur und lernen dabei über ihre Eigenschaften, Funktionen und geschichtliche Bedeutung. Dadurch können wir sowohl Unterschiede, als auch Parallelen zur südamerikanisch-indigenen Kunst, und unserem Erleben, erkennen.

Lernziele: Kunst als Kommunikationsform, Verbindung Kunst und Natur/Nachhaltigkeit, interkulturelle Verbundenheit, Selbstwirksamkeit, Gemeinschaftsarbeit

Zielgruppe: Kita, Grundschule, weiterführende Schulen bis einschließlich 9. Klasse

Referent:in: Lynne Beal

In dieser Veranstaltung sollen die Teilnehmer:innen eine Einführung in das Thema "Wasser" erhalten und seine Vielfältigkeit erfassen. Wasser ist DIE (Über-)Lebensressource und nicht überall unendlich verfügbar. Wasser wird in seiner regionalen und globalen Dimension angesprochen. Es werden Beispiele aus verschiedenen Ländern herangezogen und Vergleiche angestellt; ausgehend von den Erfahrungen und Lebenswelten der Teilnehmer:nnen und den Beispielen aus afrikanischen und anderen Kontexten seitens des Referenten wird das Thema bearbeitet. Die Komplexität der Herangehensweise und Bearbeitung des Themas ist von der Altersgruppe abhängig.

Lernziele: Wissen des eigenen Wasserverbrauchs sowie des deutschen/europäischen Wasserbedarfs, Verständnis der weltweiten Bedeutung des Wassers und seiner Probleme, erhöhte Sensibilität im täglichen Umgang mit Wasser            

Zielgruppe: Schulen: Grundschule, Mittelstufe und Oberstufe; Erwachsene

Referent:in: Dr. Bartelsmeier Aarann

Unsere Meere sind als Nahrungsquelle für weltweit etwa eine Milliarde Menschen von zentraler Bedeutung. Die nachhaltige Nutzung der marinen Ressourcen stellt jedoch eine große Herausforderung dar.
Seit 2013 ist z.B. der Fang mit Garnelenschleppnetzen in Costa Rica verboten. Dieses Verbot läuft jedoch aus und es wurde zunächst für ein Wiedereinführen dieser Praktik gestimmt. Nachdem eine Reaktivierung jedoch in breiten Bevölkerungsgruppen (u.a. von Seite der handwerklichen Fischerei) auf enormen Widerstand stieß, wurde diese mit einem Veto des Präsidenten vorerst pausiert.
Vor diesem Hintergrund soll die Wichtigkeit der nachhaltigen Nutzung von marinen Ressourcen diskutiert werden. Dabei sollen die positiven Auswirkungen des Verbots sowie die negativen Auswirkungen einer Reaktivierung unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet werden. Lokale Stimmen sollen dabei zu Wort kommen.

Lernziele: Aufmerksam machen auf die allgemeine Wichtigkeit dieses Themas, Aufzeigen von konkreten Beispielen und Folgen vom Einsatz von Garnelenschleppnetzen (ökologisch, ökonomisch, sozial, etc.), Einblick in Auswirkungen auf Arbeit und Leben eines handwerklichen Fischers, Aufzeigen von konkreten Handlungsmöglichkeiten

Zielgruppe:  Weiterführende Schulen, Erwachsenenbildung

Referent:in: Lucie Eisenmayer

Plastikmüll überschwemmt förmlich die Erde. Das bedroht die Lebenswelt von Tieren und Pflanzen und letztendlich auch von uns Menschen massiv. In Deutschland werden jährlich ca. 3 Mio Tonnen Plastikmüll produziert, fast ein Drittel wird v.a. in Länder des Globalen Südens exportiert. Damit gehört Deutschland nach Japan und den USA weltweit zu den größten Plastikmüllexporteuren. In dieser Veranstaltung wollen wir den kritischen Blick auf den eigenen Umgang mit Plastik werfen. 

Lernziele: Beschäftigung mit dem globalen Plastikverbrauch und dem damit zusammenhängenden Müllproblem

Zielgruppe: Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und außerschulische Lernorte

Referent:in: Magnus Meier

Überall Palmöl... aber was hat es mit dir zu tun? Was ist eigentlich Palmöl und woher kommt das? Wo werden diese Palmen gepflanzt und wie wird das Palmöl hergestellt? Warum ist es so günstig und welche sind ihre Eigenschaften? Welche Vorteile und Nachteile hat die Palmölproduktion? Wir schauen uns gemeinsam den langen Weg vom Land zum Teller und die Auswirkungen an, die dahinten stehen.

Lernziele: Lebensbedingungen in Anbauländern, globale Zusammenhänge und Einflüsse, Landraub, Land und Umweltaktivist:innen

Zielgruppe: Lehrkräfte, Mitglieder von Eine-Welt Organisationen, Studierende, Erwachsene

Referent:in: Anastasia Gasó Ausina

Plastik ist aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Plastik erleichtert unser Leben, aber gefährdet auch unsere Gesundheit, vor allem werden wir es nicht mehr los und es vermüllt unseren Planeten.

Lernziele: Bewusstwerden der Bedeutung von Plastik, des Ausmaßes der Plastikkrise und der Verantwortlichen, Identifizieren von eigenen Handlungsmöglichkeiten

Zielgruppe: Kita Personal, Lehrkräfte, Jgst. 7-10

Referent:in: Anke Camphausen

Weltweit werden die Süßwasserressourcen auf Grund steigender Bevölkerungszahlen, der Privatisierung von Wasser und eines immer höher werdenden Verbrauchs der Industrie und der Privathaushalte immer knapper. Verschärft wird die Situation in vielen Ländern bereits heute durch die Auswirkungen des Klimawandels. Die Gründe für die schon heute existierenden Auswirkungen der globalen Wasserknappheit werden in der „Wasser für alle“- Kiste mit unterschiedlichen und anschaulichen Methoden aufgegriffen und sollen Jugendlichen ab der 8. Klasse so den Zugang zur Thematik ermöglichen und sie zu eigenen Denkanstößen anregen.

Lernziele: Beschäftigung mit Wasser und den damit zusammenhängenden Problemen der Knappheit     

Zielgruppe: Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und außerschulische Lernorte

Referent:in: Magnus Meier

Workshopbeschreibung:

Künstliche Intelligenz prägt zunehmend unseren Alltag. Dass hinter KI-Anwendungen globale Lieferketten, energieintensive Rechenzentren und teils prekäre Arbeitsbedingungen stehen, blenden wir dabei oftmals aus. Im Workshop „Fair AI – Wie gerecht ist künstliche Intelligenz?“ setzen sich die Teilnehmenden kritisch mit diesen sozialen und ökologischen Auswirkungen von KI auseinander. Gemeinsam erarbeiten sie, was „faire“ KI bedeuten kann, welche Parallelen sich zu Fairtrade-Produkten ziehen lassen und reflektieren den eigenen Umgang mit KI-Anwendungen. 

Lernziele: 

  1. Kompetenzstärkung im Bereich Wissen und kritisches Denken: Die Teilnehmenden können zentrale soziale und ökologische Auswirkungen von KI auf globaler Ebene benennen und reflektieren.
  2. Kompetenzstärkung im Bereich Werte: Die Teilnehmenden reflektieren ihre Rolle als Nutzer*innen von KI-Anwendungen in der Auseinandersetzung mit globaler Gerechtigkeit.
  3. Kompetenzstärkung im Bereich Fähigkeiten: Die Teilnehmenden versetzen sich im Rahmen kooperativer Methoden in die Perspektive von Akteur*innen entlang der KI-Lieferkette hinein und zeigen Empathie für deren Perspektiven. Sie arbeiten konstruktiv in Kleingruppen zusammen und stärken ihre Teamfähigkeit.

Zielgruppe: 

Schüler:innen ab der 8. Klasse, jeder Schulform.

Form: 

Analyse (Einführung mit interaktivem Vortrag, Veranschaulichung der globale KI-Wertschöpfungskette), Vertiefung (Erarbeitung von Kriterien für faire KI-Systeme), Transfer&Handlungsmöglichkeiten (Anregungen für das eigene Handeln mitnehmen)

Zeitrahmen: 

1,5 Stunden

Referentin: Luisa Schmidt

Was ist nachhaltige Mobilität und warum braucht es diese überhaupt? Welche Ideen und Aspekte gibt es dazu und heute, gab es in der Vergangenheit und gibt es für die Zukunft? Für Oberstufe und Erwachsene gestaltet sich das Modul als Vortrag mit interaktiven Elementen und Kurzfilmen. In der Grund- und Sekundarstufe geht es spielerischer zu: Es werden zum Beispiel mit dem Maßband Distanzen gemessen, wie weit man mit welchem Verkehrsmittel für eine bestimmte Menge CO2 kommt, Bilder aus dem Jahr 1900 mit Zukunftsvisionen betrachtet, ein großes Plakat mit den Visionen der Schüler für die Mobilität im Jahr 2050 gemalt und schließlich beraten, wohin ganz praktisch die nächsten Urlaube gehen sollen.

Zielgruppe: 3./4. Klasse bis hin zur Oberstufe und Erwachsenen jeden Alters

Referent:in: Kira Kniffka

BUEN VIVIR bedeutet >>GUTES LEBEN<<. BUEN VIVIR als Lebensphilosophie aus den Anden Südamerikas
basiert auf dem Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. BUEN VIVIR leitet und unterstützt uns in diesem Workshop hin zu Antworten auf die Frage, inwiefern GUTE LEBEN für alle möglich sind? 
Ein >>GUTES LEBEN<< zu leben ist unser aller Existenzrecht auf dieser Erde. Vor dem Hintergrund globaler Krisen und Schieflagen, stellen sich jedoch einige Fragen: Ist es allen Menschen und allem Leben global möglich, ein >>GUTES LEBEN<< zu leben? Was bedeutet >>GUTES LEBEN<< in der Philosophie des BUEN VIVIR? Was bedeutet es für mich? Was bedeutete es für dich und warum? Wie kann ein >>GUTES LEBEN<< für alle aussehen und was braucht es dafür? Diesen Fragen gehen wir spielerisch, bewegt und praxisnah nach, um gemeinsam Halt in unserer Handlungsmacht zu finden.
Das Angebot versteht sich als herzliche Einladung zum Perspektivwechsel. Hier liegt der Fokus auf Lösungen und nicht auf den Problemen. Wir reflektieren gemeinsam globale (Macht)Zusammenhänge und unsere eigene Position darin, um über die neu gewonnene Klarheit unseres eigenen Einflusses auf die Welt in die Handlung zu gehen. Hin zu einer Welt, in welcher >>GUTE LEBEN<< tatsächlich für alle möglich sind!

Lernziele: Kennenlernen der Prinzipien des BUEN VIVIR aus Ecuador und Bolivien; Auseinandersetzung mit
Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf ein >>GUTES LEBEN<<; Lösungszentriertes und
körperbezogenes Lernen

Zielgruppe: Interessierte & offene Gruppen; Schulklassen, Jugendgruppen, Weltgestaltende ab 16 Jahren.

Form: Workshop vorzugsweise in Präsenz, 120 Minuten (gerne länger!)

Themenbereiche: soziale (Un)Gerechtigkeit, Klima und Umwelt, Glaube und Lebensphilosophie

Referentin: Lisa Schnatterer

Wir leben in einer ungleichen Welt – wissen tun wir das alle, doch wie fühlt sich die

Ungleichverteilung an? Wie können wir die Ungleichverteilung sichtbar(er) machen?
Über das Weltverteilungsspiel können viele verschiedene Dimensionen globaler Ungleichheit
sichtbar und erfahrbar gemacht werden: über die Weltbevölkerung, das Weltbruttosozialprodukt,
den weltweiten CO2 Ausstoß bis hin zu Geflüchtetenbewegungen. Es geht dabei darum, die Welt so zu
erfahren, wie sie ist und dabei ins Nachdenken über die eigene Perspektive und Position zu
kommen.
Spielen lässt sich das Weltspiel über eine große Plane in Präsenz, oder auch online!
Gerne können wir Sie bei der Planung und Durchführung von Aktionen rund um das Weltspiel und zu
Globalem Lernen mit Bildungsreferent:innen des Programms „Bildung trifft Entwicklung” und auch
mit weiteren Materialien unterstützen. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit BtE in Bayern auf!

Die schnelle Mode- möglichst günstig, stets verfügbar und angesagt. Viele Modemarken haben sich darauf spezialisiert, diese Art der Mode zu produzieren und verschiedenste Kollektionen herauszubringen. Aber wer bezahlt dafür und wo landen aussortierte Klamotten? Mit diesen Fragen wird sich im Workshop beschäftigt. Interaktiv werden mögliche Auswirkungen der schnellen Mode festgesellt und Möglichkeiten gesucht, persönlich und als Gesellschaft diesem Phänomen entgegenzuwirken.

Lernziele: Kennenlernen verschiedener Auswirkungen der Fastfashion, Reflexion des eigenen Konsumverhaltens

Zielgruppe: 3. -10. Klasse, Erwachsene

Referent:in: Marie Oßner

Nachhaltigkeit …

bedeutet für die Bedürfnisse der Gegenwart so einzutreten, dass die Lebensqualität aller zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt wird und dass globaler Ressourcenerhalt die Wurzel aller politischer Entscheidungen ist. Wir schauen uns gemeinsam die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit - Wirtschaftlichkeit, soziale Gerechtigkeit und ökologisches Gleichgewicht - an und gehen auf Pariser Klimaabkommen von 2015 sowie Agenda 2030 bzw. die 17 SDG ein. Wir vertiefen das Thema mit folgenden Fragen: 

  • Und wie sieht es mit Fashion aus?
  • Was ist fast Fashion?
  • Was ist slow Fashion?
  • Wo stehe ich und bin ich als Konsument*in nachhaltig?
  • Wie und was können wir gemeinsam zum Weltzukunftsvertrag beitragen?
  • Mode ohne Opfer, geht das?
  • Ein Beispiel „DeuToMa“, Deutschland - Togo - Mali

Lernziele: Sensibilisierung für das Thema Nachhaltigkeit anhand vom Beispiel der Textilindustrie

Zielgruppe: (Junge) Erwachsene

Referent:in: Nina Heinz

Kleider machen Leute. Aber Kleider sind auch ein Symbol für weltumspannende Handelsströme mit sozialen und ökologischen Konsequenzen. In diesem Modul werden vom Baumwollanbau bis zur Altkleiderentsorgung die verschiedenen Stationen eines Kleidungsstücks auf seiner Reise um die Welt näher beleuchtet. Globale Verflechtungen und ihre politischen, sozialen und ökonomischen Folgen sowie unsere Macht als Verbraucher:innen werden sichtbar.

Lernziele: Die Teilnehmenden setzen sich kritisch mit dem Prozess der Globalisierung am Beispiel der Textilbranche auseinander. Sie lernen kennen,

  • unter welchen Bedingungen Baumwolle angebaut und verarbeitet wird
  • welche Reise ein T-Shirt um die Welt nimmt, bis es in unserem Kleiderschrank landet
  • welche sozialen und ökonomischen Folgen der konventionellen Textilherstellung hat
  • Zuletzt sollen Handlungsalternativen im Konsumverhalten erarbeitet werden und lösungsorientierte Ansätze diskutiert werden.

Zielgruppe: Schüler*innen ab Klasse 10, Studierende, Erwachsene

Referent:in: Julia Kutzer

In dieser Veranstaltung beschäftigen sich die Lernenden mit ihrem persönlichen "Fußabdruck" und dem Einfluss, den individuelle Konsumentscheidungen global haben können. Dabei wird nicht außer Acht gelassen, welch geringen Anteil der private Bereich am Klimawandel hat, dementsprechend wird auch auf die Einflüsse durch Unternehmen hingewiesen.

Lernziele: Kritische Betrachtungsweise des eigenen (Konsum-) Verhaltens, Erkennen von wirtschaftlichen und privaten Einflüssen

Zielgruppe: Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und außerschulische Lernorte      

Referent:in: Magnus Meier

Blättert man heute durch die Schlagzeilen der letzten Jahre, so zeichnen sich gleich mehrere, scheinbar voneinander losgelöste Krisen ab. Doch viele der humanitären, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und Umweltnotlagen haben einen gemeinsamen Nenner: Sie resultieren aus einer Lebensweise, die auf (ungleichem) Wachstum ohne Weitsicht basiert. Hier kommt das Konzept der „multiplen Krise“ ins Spiel, mit dem sich die Teilnehmenden des Workshops in einem ersten Schritt auseinandersetzen werden. Darauf baut der zweite Schritt des Workshops auf: Unter Einbeziehung der unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven der Teilnehmenden soll diskutiert werden, inwiefern eine Krise auch ein Ausgangspunkt für gesellschaftliche Veränderung sein kann. Einen Anstoß für die Diskussion gibt die folgende These:„Eine Krise führt uns ganz deutlich vor Augen, dass es nicht weitergehen kann, wie bisher. Ein Wandel ist also unumgänglich – die Frage ist nur, ob wir ihn erleiden oder gestalten.“ Im letzten Schritt des Workshops soll auf Basis der vorangegangenen Diskussion ausgelotet werden, wo und wie wir gesellschaftliche Veränderungsprozesse aktiv mitgestalten können.

Lernziele: Mit dem Konzept der „multiplen Krisen“ auseinandersetzen, transformatives Potenzial von Krisen diskutieren, gemeinsam Handlungsspielräume & -optionen ausloten            

Zielgruppe: (junge) Erwachsene ab 16 Jahren

Referent:in: Felix Bornheim

Beschreibung

Was bedeutet BNE? Was sind denn eigentlich die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) weltweit und in Deutschland und was habe ich als pädagogische Fachkraft überhaupt damit zu tun?
BNE, Bildung für nachhaltige Entwicklung hilft Kindern die Welt von heute und morgen zu erfahren, zu verstehen und mitzugestalten. Es geht darum, verantwortungsbewusst zu handeln, umweltfreundlich zu leben und einen fairen partnerschaftlichen Umgang miteinander zu fördern. Kinder erfahren, wie ihr Handeln andere Menschen und die Umwelt beeinflusst. Kinder entwickeln Fähigkeiten zum kritischen Denken und prägen somit demokratisches, vielfältiges und inklusives Miteinander.
 

Kinderhäuser sind Lernorte für zukünftiges nachhaltiges Handeln. Pädagogische Fachkräfte sind Vorbilder und geben Kindern Kompetenzen mit auf den Weg, die es ihnen ermöglichen, eine gerechte und friedliche Zukunft mitzugestalten. Kinderhäuser sind für viele Kinder wie ein zweites Zuhause, das sie mit erschaffen und im Idealfall Gelebtes und Gelerntes in ihren Familienalltag übertragen.


Wir möchten auf die Stärkung von Kindern, aber auch auf ihre Herkunftsfamilien schauen und z.B., die Entwicklungsziele Bildung SDG4, Gesundheit SDG3 und Geschlechtergleichheit SDG5 miteinander verknüpfen. Das Zusammenspiel dieser Ziele für eine vielfältige und inklusive Gesellschaft werden wir anhand von typischen Kinderfragen betrachten: „Gehen alle Kinder auf der Welt in eine KiTa, gibt es überall Spielzeug und Bücher für Kinder, erfahren Kinder mit körperlichen Einschränkungen überall Unterstützung, essen alle Kinder Müsli oder Cornflakes zum Frühstück und wann, wie und wo putzen Kinder ihre Zähne?“
 

Die Bedürfnisse der Kinder und der Fachkräfte werden gesammelt und lassen uns gemeinsam praktische Maßnahmen erarbeiten, die im Anschluss an die Veranstaltung in den Kinderhausalltag implementiert werden können ohne als zusätzliche Belastung empfunden zu werden.
 

Methode: Der Entwurf der didaktischen und methodischen Planung ist zielgruppenorientiert durch Einzel- und Gruppenarbeit, Kurzvorträge, Rollenspiele, Kurzfilme

Zielgruppe: pädagogische Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen 

In dieser Veranstaltung werden die Sustainable Development Goals (SDGs) vorgestellt und diskutiert. Diese wurden von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedet und stellen gemeinsame, globale Ziele für alle Länder der Welt dar. Sowohl Chancen als auch Mängel werden thematisiert und so schärfen wir gemeinsam den Fokus dafür, was es braucht, um die Welt von morgen gestalten zu können. 

Lernziele: Kennenlernen, Beschäftigen und Kritisches Hinterfragen der Sustainable Development Goals (SDGs)        

Zielgruppe: Grundschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und außerschulische Lernorte 

Referent:in: Magnus Meier

Kennen Sie schon die Sustainable Development Goals – kurz die SDGs?  Die Welt hat bereits einen Plan mit 17 Zielen und 169 Unterzielen, der bis 2030 erreicht werden muss.  Wir haben jedoch noch viele Herausforderungen vor uns, die wir nur zusammen und kreativ lösen können.  In diesem Workshop werden wir gemeinsam der Fragen nachgehen, warum es Hunger in der Welt gibt, wie das globale Nahrungsmittelsystem funktioniert und wie wir zur Lösung dieser Probleme beitragen können.

Zielgruppe: Schüler:innen ab 11. Klasse; Erwachsene, Lehrkräfte, pädagogisches Fachpersonal der Kindertageseinrichtungen 

Referent:in: Anastasia Gasó Ausina (gern auch auf Spanisch)

Gesellschaftliche Transformation ist ein Kerngedanke der globalen Nachhaltigkeitsagenda und Voraussetzung für die Verwirklichung der Ziele nachhaltiger Entwicklung. Bildung spielt dabei mit Bezug auf Bewusstseinsbildung und Kompetenzvermittlung eine zentrale Rolle. Das zeigt sich auch in der Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als schulart- und fächerübergreifendes Bildungsziel im LehrplanPLUS.

Transformation bedeutet Veränderung und letztere erfordert ein Umdenken – auch  mit Bezug auf das Verständnis von Bildung. Im Seminar wollen wir daher erfahren, wie Veränderung erlernt und weitergegeben werden kann. Transformatives Lernen steht daher als zentrales Prinzip einer BNE im Mittelpunkt des Seminars.

Gemäß dem Leitbild einer BNE geht es darum, die Lernenden zur aktiven Mitgestaltung der sich stetig wandelnden Gesellschaft zu befähigen. Hierfür spielen Perspektivenwechsel, kritisches Denken/ Reflexionsfähigkeit und politische Handlungsfähigkeit entscheidende Rollen. Transformative Bildung ermöglicht Lernprozesse, die dazu beitragen können, die Kluft zwischen Wissen und Handeln zu überwinden und so die politische Handlungsfähigkeit der Lernenden zu stärken. Im Seminar möchten wir transformative Lernprozesse erfahrbar machen und deren Potentiale für das schulische und außerschulische Lernen aufzeigen.

Ich selbst war nach dem Abitur an einem Punkt, an dem ich auf der einen Seite raus in die weite Welt wollte und auf der anderen Seite das Gefühl hatte mehr zu wollen als nur zu reisen. Der staatlich geförderte entwicklungspolitische Freiwilligendienst „Weltwärts“ bietet jungen Menschen die Möglichkeit über 12 Monate in einem Projekt im Globalen Süden Erfahrungen zu sammeln, sich selbst auszuprobieren und prägende Bekanntschaften zu machen. Diese Veranstaltung richtet sich besonders an Schüler:innen der Oberstufe. 

Lernziele: Kennenlernen des Weltwärts-Freiwilligendienstes

Zielgruppe: angehende Abiturient:innen, Oberstufen

Referent:in: Magnus Meier